Malat – Apfelsäuresalz im Energiestoffwechsel
Malat ist das Salz der Apfelsäure und ein wichtiges Zwischenprodukt im Energiestoffwechsel. Es kommt natürlich in Lebensmitteln vor und wird als Nahrungsergänzungsmittel genutzt.
Wissenswertes über "Malat"
Malat ist das Salz der Apfelsäure und ein wichtiges Zwischenprodukt im Energiestoffwechsel. Es kommt natürlich in Lebensmitteln vor und wird als Nahrungsergänzungsmittel genutzt.
Was ist Malat?
Malat (auch als Apfelsäuresalz bekannt) ist die ionisierte Form der Apfelsäure (Malic Acid). Es handelt sich um eine organische Verbindung, die natürlich in vielen Früchten – insbesondere in Äpfeln – sowie in verschiedenen Gemüsesorten vorkommt. Im menschlichen Körper spielt Malat eine zentrale Rolle im Zitratzyklus (auch Krebszyklus genannt), dem wichtigsten Stoffwechselweg zur Energiegewinnung in den Zellen.
Biologische Funktionen
Malat erfüllt im menschlichen Organismus mehrere wichtige Aufgaben:
- Energiestoffwechsel: Als Zwischenprodukt des Zitratzyklus ist Malat direkt an der zellulären ATP-Produktion beteiligt. Es wird aus Fumarat gebildet und zu Oxalacetat umgewandelt, was die Fortsetzung des Zyklus ermöglicht.
- Gluconeogenese: Malat kann über den Malat-Aspartat-Shuttle zur Glukosesynthese beitragen und unterstützt den Transport von Reduktionsäquivalenten zwischen Mitochondrien und Zytoplasma.
- Entgiftung: Malat ist am Harnstoffzyklus beteiligt und unterstützt die Entgiftung von Ammoniak in der Leber.
- Säure-Basen-Haushalt: Als organische Säure trägt Malat zur Regulierung des pH-Werts im Körper bei.
Vorkommen in Lebensmitteln
Malat kommt natürlicherweise in zahlreichen Lebensmitteln vor, insbesondere in:
- Äpfeln und Birnen
- Kirschen und Pflaumen
- Trauben und Weintrauben
- Tomaten und Karotten
- Brokkoli und anderen Kreuzblütlern
In der Lebensmittelindustrie wird Apfelsäure (E 296) als Säuerungsmittel und Geschmacksverstärker eingesetzt. Malatsalze wie Natriummalat (E 350), Kaliummalat (E 351) und Calciummalat (E 352) dienen als Säuerungsmittel und Säuregulatoren in verarbeiteten Lebensmitteln.
Malat als Nahrungsergänzungsmittel
Im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel wird Malat häufig in Kombination mit anderen Mineralstoffen angeboten, da es die Bioverfügbarkeit verbessern kann:
- Magnesiummalat: Eine gut verträgliche Magnesiumverbindung, die zusätzlich die Energieproduktion unterstützen soll.
- Citrullinmalat: Eine Kombination aus der Aminosäure Citrullin und Malat, die im Sport zur Verbesserung der Ausdauerleistung eingesetzt wird.
Malat wird in einigen Studien im Zusammenhang mit der Reduktion von Ermüdung und der Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit untersucht. Die wissenschaftliche Evidenz ist jedoch für viele dieser Anwendungen noch begrenzt.
Empfohlene Zufuhr und Sicherheit
Für Malat aus natürlichen Lebensmittelquellen bestehen keine spezifischen Zufuhrempfehlungen, da es vom Körper selbst synthetisiert werden kann. Als Nahrungsergänzungsmittel werden typischerweise Dosierungen von 1.000 bis 2.800 mg pro Tag verwendet, abhängig von der jeweiligen Verbindung und dem Anwendungszweck.
Malat gilt allgemein als sicher (GRAS – Generally Recognized As Safe in den USA). Bei sehr hohen Dosierungen können gelegentlich leichte Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Personen mit Nierenerkrankungen sollten vor der Einnahme von Malat-haltigen Ergänzungsmitteln ärztlichen Rat einholen.
Wechselwirkungen
Malat kann in Kombination mit bestimmten Mineralstoffen (z. B. Magnesium, Eisen) die Aufnahme dieser Stoffe im Darm beeinflussen. Bekannte klinisch relevante Wechselwirkungen mit Medikamenten sind derzeit nicht beschrieben, jedoch sollte bei der gleichzeitigen Einnahme von Mineralstoffpräparaten Vorsicht geboten sein.
Quellen
- European Food Safety Authority (EFSA): Re-evaluation of malic acid (E 296) and its sodium, potassium and calcium salts (E 350-352) as food additives. EFSA Journal, 2013.
- Krebs H.A., Johnson W.A.: The role of citric acid in intermediate metabolism in animal tissues. FEBS Letters, 1980 (Nachdruck des Originalartikels von 1937).
- Bendahan D. et al.: Citrulline/malate promotes aerobic energy production in human exercising muscle. British Journal of Sports Medicine, 2002;36(4):282-289.
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