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Der maligne periphere Nervenscheidentumor (MPNST) ist ein seltener, bösartiger Weichteiltumor, der aus den Hüllzellen peripherer Nerven entsteht und häufig mit Neurofibromatose Typ 1 assoziiert ist.
Der maligne periphere Nervenscheidentumor (MPNST) ist ein seltener, bösartiger Weichteiltumor, der aus den Hüllzellen peripherer Nerven entsteht und häufig mit Neurofibromatose Typ 1 assoziiert ist.
Der maligne periphere Nervenscheidentumor (kurz: MPNST) ist eine seltene, hochgradig aggressive Form von Weichteilsarkom, das aus den Schwann-Zellen oder anderen Zellen der Nervenscheide peripherer Nerven hervorgeht. Er zählt zu den malignen mesenchymalen Tumoren und macht etwa 5–10 % aller Weichteilsarkome aus. MPNSTs können spontan auftreten, sind jedoch in rund 50 % der Fälle mit der genetischen Erkrankung Neurofibromatose Typ 1 (NF1) assoziiert.
Die genaue Entstehung eines MPNST ist multifaktoriell. Folgende Risikofaktoren sind bekannt:
Die klinischen Zeichen eines MPNST sind oft unspezifisch und hängen von Lage, Größe und Wachstumsgeschwindigkeit des Tumors ab. Häufige Symptome umfassen:
Die Diagnosestellung eines MPNST erfordert eine Kombination aus klinischer Untersuchung, bildgebenden Verfahren und histopathologischer Sicherung:
Die Therapie des MPNST richtet sich nach Stadium, Lokalisation und dem Allgemeinzustand des Patienten. Sie erfolgt in der Regel multimodal:
Die vollständige chirurgische Resektion mit ausreichend tumorfreiem Resektionsrand (R0-Resektion) ist die wichtigste kurative Behandlungsoption. Bei unvollständiger Resektion ist das Rückfallrisiko deutlich erhöht.
Eine adjuvante (ergänzende) Strahlentherapie wird häufig nach der Operation eingesetzt, um das Risiko eines lokalen Rückfalls zu senken, insbesondere bei knappen oder nicht sicherem Resektionsrand.
Bei metastasierten oder inoperablen MPNSTs kann eine systemische Chemotherapie eingesetzt werden. Gängige Wirkstoffe sind Doxorubicin und Ifosfamid. Die Ansprechraten sind jedoch begrenzt.
Aufgrund der schlechten Prognose bei fortgeschrittenem Stadium werden derzeit verschiedene zielgerichtete Therapien und Immuntherapien in klinischen Studien untersucht, darunter MEK-Inhibitoren wie Selumetinib, das bereits bei NF1-assoziierten Plexiformen Neurofibromen zugelassen ist.
Die Prognose des MPNST ist insgesamt ungünstig. Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt je nach Stadium und Therapiemöglichkeit zwischen 20 und 50 %. NF1-assoziierte MPNSTs haben tendenziell eine schlechtere Prognose als sporadische Fälle. Entscheidende prognostische Faktoren sind die vollständige Resektierbarkeit, die Tumorgröße und das Vorliegen von Fernmetastasen.
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