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Das maligne Mesotheliom ist ein seltener, aggressiver Tumor der Mesothelzellen, häufig durch Asbestexposition verursacht. Er betrifft meist die Pleura (Brustfell).
Das maligne Mesotheliom ist ein seltener, aggressiver Tumor der Mesothelzellen, häufig durch Asbestexposition verursacht. Er betrifft meist die Pleura (Brustfell).
Das maligne Mesotheliom ist ein seltener, aber hochaggressiver bösartiger Tumor, der von den Mesothelzellen ausgeht. Diese Zellen bilden die dünnen Gewebeschichten (Mesothel), die innere Körperhohlräume auskleiden. Am häufigsten betrifft die Erkrankung die Pleura (Brustfell, das die Lunge umgibt), seltener das Peritoneum (Bauchfell), den Perikard (Herzbeutel) oder die Tunica vaginalis des Hodens. Das maligne Mesotheliom wird in der Regel mit einer langen Latenzzeit nach einer Asbestexposition in Verbindung gebracht und gilt als eine der schwersten berufsbedingten Krebserkrankungen.
Die bei weitem häufigste Ursache des malignen Mesothelioms ist die Exposition gegenüber Asbestfasern. Asbest ist ein natürlich vorkommendes Silikatmineral, das bis in die 1990er Jahre in der Bauindustrie, im Schiffsbau und in der Industrie weit verbreitet eingesetzt wurde.
Die Symptome des malignen Mesothelioms entwickeln sich oft schleichend und werden in frühen Stadien leicht übersehen. Sie hängen von der betroffenen Körperregion ab.
Die Diagnose des malignen Mesothelioms ist aufgrund der unspezifischen Symptome oft eine Herausforderung und erfordert mehrere diagnostische Schritte.
Die Behandlung des malignen Mesothelioms richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung, dem Allgemeinzustand des Patienten und dem histologischen Subtyp. Eine Heilung ist in den meisten Fällen nicht möglich; der Fokus liegt auf Lebenszeitverlängerung und Verbesserung der Lebensqualität.
Bei frühzeitig erkanntem, operablem Pleuramesotheliom kann eine pleuropneumonektomie (Entfernung von Lunge, Pleura und Teilen des Zwerchfells) oder eine weniger radikale pleurektomie/Dekortikation in Betracht gezogen werden.
Die Standardtherapie in der Erstlinie ist die Kombination aus Pemetrexed und Cisplatin (ggf. mit Folinsäure und Vitamin B12 zur Reduktion der Nebenwirkungen). Diese Kombination verlängert das Überleben und verbessert Symptome im Vergleich zu einer Monotherapie.
Die Kombination aus Nivolumab und Ipilimumab (Checkpoint-Inhibitoren) hat sich als neue Erstlinientherapie bei nicht-resezierbarem malignem Pleuramesotheliom etabliert und zeigt in Studien eine Verlängerung des Gesamtüberlebens gegenüber der klassischen Chemotherapie.
Die Strahlentherapie wird vor allem zur palliativen Schmerzbehandlung oder zur Prophylaxe von Metastasen entlang von Biopsiekanälen eingesetzt.
Ergänzend sind palliativmedizinische Maßnahmen essenziell, darunter die Drainage von Pleuraergüssen, Schmerztherapie und psychosoziale Unterstützung.
Das maligne Mesotheliom hat insgesamt eine schlechte Prognose. Die mediane Überlebenszeit nach Diagnose beträgt je nach Therapie und Stadium zwischen 12 und 18 Monaten. Der epitheloide Subtyp weist gegenüber dem sarkomatoiden Subtyp eine günstigere Prognose auf. Frühzeitige Diagnose und Behandlung in spezialisierten Zentren können das Überleben verbessern.
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