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Der Malleolus lateralis ist der Außenknöchel des Sprunggelenks, gebildet durch das untere Ende der Fibula. Er stabilisiert das Sprunggelenk und ist häufig von Verletzungen betroffen.
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Der Malleolus lateralis (Außenknöchel) ist der knöcherne Vorsprung auf der Außenseite des Sprunggelenks. Er wird durch das distale (untere) Ende der Fibula (Wadenbein) gebildet und ist ein wesentlicher Bestandteil der sogenannten Sprunggelenksgabel. Diese Gabel umfasst gemeinsam mit dem Malleolus medialis (Innenknöchel, gebildet durch die Tibia) und der Unterschenkelgabel (Syndesmose) das obere Sprunggelenk (OSG) und umschließt dabei den Sprungbeinknochen (Talus).
Der Außenknöchel ragt etwas weiter nach distal (nach unten) als der Innenknöchel und liegt leicht dorsal (rückwärtig) versetzt. Diese anatomische Position ist klinisch bedeutsam, da sie die Biomechanik des Sprunggelenks beeinflusst.
Der Malleolus lateralis erfüllt mehrere wichtige Aufgaben:
Die Fraktur des Malleolus lateralis ist eine der häufigsten Knochenverletzungen überhaupt. Sie entsteht meist durch ein Umknicktrauma (Supinations- oder Pronationstrauma) des Sprunggelenks. Je nach Schweregrad und Begleitverletzungen wird sie nach der Weber-Klassifikation eingeteilt:
Häufiger als Frakturen sind Bandverletzungen im Bereich des Malleolus lateralis. Ein sogenanntes Supinationstrauma (Umknicken nach innen) kann zu Rissen oder Dehnungen der lateralen Bänder führen, insbesondere des Ligamentum fibulotalare anterius. Diese Verletzungen äußern sich durch Schmerzen, Schwellung und ein Druckgefühl direkt am Außenknöchel.
Die Diagnose erfolgt zunächst durch eine klinische Untersuchung mit Palpation (Abtasten) des Außenknöchels und Stabilitätstests. Zur bildgebenden Diagnostik werden eingesetzt:
Die Ottawa Ankle Rules sind ein klinisches Entscheidungshilfsmittel, das angibt, wann eine Röntgenuntersuchung bei Sprunggelenksverletzungen notwendig ist.
Stabile Frakturen und Bandverletzungen können häufig konservativ behandelt werden. Dazu gehören:
Bei instabilen Frakturen (z. B. Weber B mit Instabilität, Weber C) ist in der Regel eine operative Versorgung notwendig. Dabei werden Knochenfragmente mit Schrauben, Platten oder Drähten stabilisiert (Osteosynthese). Bei schweren Bandverletzungen kann eine Bandnaht oder Bandrekonstruktion erforderlich sein.
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