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Maltitsirup ist ein zähflüssiger Zuckeralkohol-Sirup, der als kalorienreduzierter Süßungsmittelersatz in Lebensmitteln eingesetzt wird.
Maltitsirup ist ein zähflüssiger Zuckeralkohol-Sirup, der als kalorienreduzierter Süßungsmittelersatz in Lebensmitteln eingesetzt wird.
Maltitsirup (auch Maltitolsirup genannt) ist ein flüssiger Zuckeraustauschstoff aus der Gruppe der Zuckeralkohole (Polyole). Er wird aus Stärke gewonnen, indem diese enzymatisch zu Maltose abgebaut und anschließend hydriert (chemisch reduziert) wird. Das Ergebnis ist ein zähflüssiger Sirup, der ähnlich süß wie herkömmlicher Zucker schmeckt, aber weniger Kalorien liefert. In der Lebensmittelkennzeichnung der Europäischen Union ist er unter der Bezeichnung E 965 zugelassen.
Maltitsirup besteht hauptsächlich aus Maltitol sowie weiteren hydrierten Stärkeprodukten wie Sorbitol, hydrierten Oligosacchariden und hydrierten Polysacchariden. Der genaue Anteil dieser Bestandteile kann je nach Hersteller variieren. Typische Eigenschaften sind:
Maltitsirup wird häufig in der Herstellung von zuckerarmen oder zuckerfreien Lebensmitteln eingesetzt. Typische Anwendungsgebiete umfassen:
Da Maltitsirup nur teilweise im Dünndarm absorbiert wird, führt er zu einem deutlich geringeren Anstieg des Blutzuckerspiegels als herkömmlicher Zucker. Dies macht ihn interessant für Menschen mit Diabetes mellitus oder für Personen, die ihren Zuckerkonsum reduzieren möchten. Dennoch ist er kein Ersatz für eine medizinisch begleitete Diät und sollte von Diabetikern mit Bedacht konsumiert werden, da er den Blutzucker trotzdem leicht erhöhen kann.
Im Vergleich zu Saccharose wird Maltitsirup von oralen Bakterien (z. B. Streptococcus mutans) kaum oder gar nicht zu säurebildenden Substanzen vergoren. Dies macht ihn weitgehend zahnfreundlich, obwohl er nicht denselben Status wie vollständig nicht kariogene Süßungsmittel (z. B. Xylit) erhält.
Wie alle Zuckeralkohole kann Maltitsirup bei übermäßigem Verzehr gastrointestinale Beschwerden verursachen, da er im Dickdarm von Darmbakterien fermentiert wird. Typische Nebenwirkungen bei hohem Konsum sind:
Aus diesem Grund schreibt die EU-Lebensmittelkennzeichnungsverordnung vor, dass Produkte mit einem Gehalt von mehr als 10 % Zuckeralkoholen den Hinweis „Kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken“ tragen müssen. Personen mit dem Reizdarmsyndrom (IBS) oder einer FODMAP-Unverträglichkeit sollten Maltitsirup meiden, da Polyole zu den FODMAP-Substanzen gehören.
Maltitsirup ist von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sowie der US-amerikanischen FDA als sicher eingestuft und als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Es besteht keine festgelegte Tageshöchstmenge (ADI-Wert: „nicht spezifiziert“), jedoch wird eine vernünftige Verzehrsmenge empfohlen, um Magenprobleme zu vermeiden.
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