-
DE
Das Marcus Gunn Jaw Winking Syndrom ist eine seltene angeborene Erkrankung, bei der Kaubewegungen ein Heben des Oberlids auslösen. Es gehört zu den neuroophthalmologischen Fehlbildungen.
Das Marcus Gunn Jaw-Winking-Syndrom ist eine seltene angeborene Erkrankung, bei der Kaubewegungen ein unwillkürliches Heben des Oberlids auslösen. Es gehört zu den neuroophthalmologischen Fehlbildungen.
Das Marcus Gunn Jaw-Winking-Syndrom (auch bekannt als Marcus-Gunn-Syndrom oder Trigemino-okulomotorische Synkinesie) ist eine seltene, angeborene neuroophthalmologische Erkrankung. Sie ist durch eine abnorme neuronale Verbindung zwischen dem fünften Hirnnerv (Nervus trigeminus), der die Kaumuskulatur steuert, und dem dritten Hirnnerv (Nervus oculomotorius), der den Musculus levator palpebrae superioris (den Lidheber) innerviert, gekennzeichnet. Infolgedessen kommt es beim Öffnen des Mundes, beim Kauen oder beim Bewegen des Unterkiefers zu einem unwillkürlichen Anheben des Oberlids des betroffenen Auges.
Das Syndrom wurde erstmals 1883 von dem britischen Ophthalmologen Robert Marcus Gunn beschrieben. Es macht schätzungsweise 2 bis 13 Prozent aller angeborenen Ptosis-Fälle aus und betrifft in der Regel nur eine Seite (unilateral).
Die genaue Ursache des Marcus Gunn Jaw-Winking-Syndroms ist nicht vollständig geklärt. Man geht von einer aberranten (fehlgeleiteten) Innervation aus, die während der fetalen Entwicklung des Nervensystems entsteht. Dabei werden Nervenfasern des Nervus trigeminus, die eigentlich die Kaumuskulatur (insbesondere den Musculus pterygoideus externus) versorgen sollen, fälschlicherweise mit dem Levator-palpebrae-Muskel des Oberlids verbunden.
Das Leitsymptom des Marcus Gunn Jaw-Winking-Syndroms ist das sogenannte Kieferzwinkern: Das Oberlid hebt sich unwillkürlich, wenn der Unterkiefer bewegt wird. Typische Auslöser sind:
Weitere häufig begleitende Befunde sind:
Die Diagnose des Marcus Gunn Jaw-Winking-Syndroms wird in der Regel klinisch gestellt, also durch Beobachtung der charakteristischen Lidbewegungen bei Kieferbewegungen. Eine spezifische Laboruntersuchung ist nicht erforderlich. Die diagnostische Abklärung umfasst:
Nicht alle Patienten benötigen eine Behandlung. Die Entscheidung hängt vom Schweregrad der Ptosis, dem Ausmaß des Kieferzwinkerns und dem Risiko einer Amblyopieentwicklung ab.
Bei leichten Fällen, insbesondere wenn die Sehachse frei ist und keine Amblyopie droht, kann ein abwartendes Vorgehen mit regelmäßigen ophthalmologischen Kontrollen gewählt werden. Bei Amblyopie-Risiko wird eine Okklusions- oder Patchtherapie (Abdecken des besseren Auges) eingesetzt, um das schwächere Auge zu fördern.
Bei ausgeprägter Ptosis oder störendem Kieferzwinkern ist ein chirurgischer Eingriff indiziert. Die gängigsten Verfahren sind:
Der optimale Zeitpunkt für die Operation liegt meist zwischen dem 3. und 5. Lebensjahr, wenn die Sehentwicklung weitgehend abgeschlossen ist und das Kind die postoperative Behandlung besser toleriert.
Die Prognose ist bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung im Allgemeinen gut. Das größte Risiko besteht in der Entwicklung einer Amblyopie, die die Sehkraft dauerhaft beeinträchtigen kann, wenn sie nicht frühzeitig behandelt wird. Nach einer erfolgreichen Operation können viele Patienten ein gutes kosmetisches und funktionelles Ergebnis erzielen. Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen beim Augenarzt sind jedoch auch nach der Operation wichtig.
Für eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac, Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®
Für eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac, Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®
Für Deinen universellen Schutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Proteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des Immunsystems
MAGENSCHONEND & GUT VERTRÄGLICH
Speziell formuliert für Deinen Eisenhaushalt mit pflanzlichem Curryblatt-Eisen, Lactoferrin CLN® und natürlichem Vitamin C