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Mastzellaktivierung bezeichnet den Prozess, bei dem Mastzellen des Immunsystems aktiviert werden und Botenstoffe freisetzen, die Entzündungsreaktionen und allergische Beschwerden auslösen können.
Mastzellaktivierung bezeichnet den Prozess, bei dem Mastzellen des Immunsystems aktiviert werden und Botenstoffe freisetzen, die Entzündungsreaktionen und allergische Beschwerden auslösen können.
Die Mastzellaktivierung beschreibt den Vorgang, bei dem spezialisierte Immunzellen – die sogenannten Mastzellen – aktiviert werden und eine Vielzahl von chemischen Botenstoffen (Mediatoren) ausschütten. Mastzellen befinden sich vor allem in Geweben, die direkten Kontakt mit der Umwelt haben, wie Haut, Schleimhäute, Atemwege und Darm. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr, können aber bei überschießender Aktivierung zu erheblichen Beschwerden führen.
Mastzellen können durch eine Vielzahl von Auslösern aktiviert werden:
Bei der sogenannten Mastzellaktivierungskrankheit (MCAD) oder dem Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS) kommt es zu einer chronischen, übermäßigen oder fehlgesteuerten Aktivierung der Mastzellen ohne erkennbaren externen Auslöser oder bei unverhältnismäßig starker Reaktion.
Wenn Mastzellen aktiviert werden, setzen sie gespeicherte und neu gebildete Mediatoren frei. Dieser Prozess wird als Degranulation bezeichnet. Zu den wichtigsten freigesetzten Stoffen gehören:
Die freigesetzten Mediatoren wirken auf verschiedene Organsysteme und können dort die typischen Symptome der Mastzellaktivierung hervorrufen.
Die Symptome einer Mastzellaktivierung sind vielfältig und können nahezu jedes Organsystem betreffen:
Im schwersten Fall kann eine Mastzellaktivierung zu einer Anaphylaxie führen – einer lebensbedrohlichen allergischen Schockreaktion.
Die Diagnose einer Mastzellaktivierung stellt häufig eine Herausforderung dar, da die Symptome sehr unspezifisch sind. Folgende diagnostische Maßnahmen werden eingesetzt:
Das Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS) wird nach international anerkannten Kriterien diagnostiziert, die typische Symptome, erhöhte Mediatorspiegel und das Ansprechen auf Mastzell-hemmende Therapien umfassen.
Die Behandlung der Mastzellaktivierung zielt darauf ab, die Freisetzung von Mediatoren zu hemmen und deren Wirkung zu blockieren:
Die konsequente Vermeidung bekannter Trigger ist die wichtigste Maßnahme. Dazu gehört oft eine histaminarme Ernährung sowie das Meiden von Medikamenten, die Mastzellen aktivieren können.
Stressreduktion, regelmäßige körperliche Bewegung im Rahmen der individuellen Belastungsgrenze sowie eine angepasste Ernährung können die Häufigkeit und Schwere von Mastzellaktivierungen verringern.
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