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Mastzellstabilisierung bezeichnet Maßnahmen, die eine übermäßige Aktivierung von Mastzellen hemmen und so allergische Reaktionen sowie Entzündungsprozesse reduzieren.
Mastzellstabilisierung bezeichnet Maßnahmen, die eine übermäßige Aktivierung von Mastzellen hemmen und so allergische Reaktionen sowie Entzündungsprozesse reduzieren.
Mastzellen sind spezialisierte Immunzellen, die in verschiedenen Geweben des Körpers vorkommen, insbesondere in der Haut, den Atemwegen und dem Magen-Darm-Trakt. Bei Kontakt mit einem Auslöser – etwa einem Allergen – schütten sie zahlreiche entzündungsfördernde Botenstoffe aus, darunter Histamin, Prostaglandine und Leukotriene. Dieser Vorgang wird als Degranulation bezeichnet. Die Mastzellstabilisierung umfasst alle therapeutischen und ernährungsbezogenen Strategien, die diesen Prozess hemmen oder verlangsamen, um allergische und entzündliche Symptome zu lindern.
Mastzellstabilisierende Substanzen wirken, indem sie verhindern, dass Mastzellen ihre Granula (mit Botenstoffen gefüllte Vesikel) ausschütten. Konkret:
Als Folge werden weniger Histamin, Tryptase und andere Mediatoren freigesetzt, was Entzündungsreaktionen abschwächt.
Die Mastzellstabilisierung ist relevant bei einer Vielzahl von Erkrankungen:
In der Pharmakologie werden gezielt Mastzellstabilisatoren eingesetzt:
Diese Substanzen werden meist vorbeugend (prophylaktisch) vor dem Kontakt mit einem bekannten Auslöser angewendet, da sie keine bereits laufende Reaktion stoppen, sondern deren Entstehung verhindern.
Neben pharmazeutischen Wirkstoffen gibt es verschiedene natürliche Substanzen, denen eine mastzellstabilisierende Wirkung zugeschrieben wird:
Wichtig: Die Evidenz für natürliche Mastzellstabilisatoren ist unterschiedlich stark. Für pharmazeutische Präparate liegt deutlich mehr klinische Forschung vor.
Bei Erkrankungen wie dem Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS) oder der Histaminintoleranz kann eine gezielte Ernährung die Mastzellreaktivität beeinflussen. Empfohlen wird oft:
Bevor mastzellstabilisierende Maßnahmen eingeleitet werden, ist eine genaue Diagnose wichtig. Typische diagnostische Schritte umfassen:
Die Therapie wird individuell angepasst und sollte stets in Absprache mit einem Arzt oder einer Ärztin erfolgen.
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