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Matairesinol ist ein pflanzliches Lignan, das in Leinsamen, Sesam und Vollkornprodukten vorkommt und im Körper zu gesundheitsfördernden Enterolignanen umgewandelt wird.
Matairesinol ist ein pflanzliches Lignan, das in Leinsamen, Sesam und Vollkornprodukten vorkommt und im Körper zu gesundheitsfördernden Enterolignanen umgewandelt wird.
Matairesinol ist ein natürlich vorkommendes Lignan – eine Gruppe sekundärer Pflanzenstoffe (Phytochemikalien) mit polyphenolischer Struktur. Es gehört zur Klasse der Phytoöstrogene, also pflanzlicher Verbindungen, die im menschlichen Körper eine ähnliche, aber deutlich schwächere Wirkung wie das weibliche Hormon Östrogen entfalten können. Matairesinol kommt in zahlreichen pflanzlichen Lebensmitteln vor und wird nach der Aufnahme durch Darmbakterien in die biologisch aktiven Enterolignane Enterolacton und Enterodiol umgewandelt.
Matairesinol ist in einer Vielzahl von pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Besonders reich an diesem Lignan sind:
Die Konzentration von Matairesinol variiert je nach Lebensmittel, Anbaubedingungen und Verarbeitungsgrad erheblich.
Nach der Aufnahme über die Nahrung wird Matairesinol im Darm durch spezifische Darmbakterien (z. B. Clostridium scindens und verwandte Spezies) metabolisiert. Dabei entsteht hauptsächlich Enterolacton, das als sekundärer Metabolit im Blut nachweisbar ist und für viele der beobachteten biologischen Effekte verantwortlich gemacht wird.
Matairesinol und seine Metaboliten wirken über mehrere Mechanismen:
Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass eine höhere Zufuhr von Lignanen wie Matairesinol mit einem reduzierten Risiko für hormonabhängige Krebserkrankungen verbunden sein könnte, insbesondere Brustkrebs, Prostatakrebs und Darmkrebs. Die genauen Mechanismen und die klinische Relevanz werden noch erforscht.
Laborstudien und einige Beobachtungsstudien legen nahe, dass Matairesinol und seine Metaboliten zur Senkung von LDL-Cholesterin, zur Hemmung der Blutplättchenaggregation und zur Verbesserung der Gefäßfunktion beitragen könnten.
Aufgrund seiner schwachen östrogenen Aktivität wird Matairesinol als mögliche natürliche Unterstützung bei Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen diskutiert. Die wissenschaftliche Evidenz hierfür ist bisher begrenzt.
Phytoöstrogene wie Matairesinol könnten theoretisch einen protektiven Effekt auf die Knochendichte ausüben, da Östrogene eine wichtige Rolle im Knochenstoffwechsel spielen. Belastbare klinische Daten fehlen jedoch noch.
Für Matairesinol gibt es keine offiziell festgelegten Tagesdosisempfehlungen seitens der WHO oder der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Die typische Aufnahme über eine lignanreiche Ernährung liegt im Bereich von wenigen Mikrogramm bis einigen Milligramm pro Tag, je nach Ernaehrungsgewohnheiten. Matairesinol ist auch als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich, häufig in Kombination mit anderen Lignanen.
Matairesinol gilt bei Aufnahme über natürliche Lebensmittel als sicher. Bei hochdosierten Nahrungsergänzungsmitteln sind jedoch einige Punkte zu beachten:
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