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Das McCune-Albright-Syndrom ist eine seltene genetische Erkrankung, die Knochen, Haut und hormonproduzierende Organe betrifft. Typisch sind fleckige Hautpigmentierungen, Knochenveränderungen und eine vorzeitige Pubertät.
Das McCune-Albright-Syndrom ist eine seltene genetische Erkrankung, die Knochen, Haut und hormonproduzierende Organe betrifft. Typisch sind fleckige Hautpigmentierungen, Knochenveränderungen und eine vorzeitige Pubertät.
Das McCune-Albright-Syndrom (MAS) ist eine seltene, nicht vererbliche genetische Erkrankung, die durch eine somatische Mutation im GNAS1-Gen verursacht wird. Diese Mutation entsteht zufällig kurz nach der Befruchtung während der frühen Embryonalentwicklung und betrifft daher nur einen Teil der Körperzellen (sogenannter Mosaizismus). Die Erkrankung wurde erstmals in den 1930er-Jahren unabhängig voneinander von den Ärzten Donovan McCune und Fuller Albright beschrieben.
Das Syndrom ist durch eine klassische Trias aus drei Hauptmerkmalen gekennzeichnet:
Die Ursache des McCune-Albright-Syndroms ist eine aktivierende Punktmutation im GNAS1-Gen, das für die alpha-Untereinheit des stimulierenden G-Proteins (Gs-alpha) kodiert. Durch diese Mutation wird das Protein dauerhaft aktiviert, was zu einer unkontrollierten Stimulation des cAMP-Signalweges in verschiedenen Geweben führt. Da die Mutation erst nach der Befruchtung entsteht, ist sie nicht vererbbar und tritt sporadisch auf. Je nachdem, welche Zellen betroffen sind, variiert das klinische Bild erheblich.
Bei der fibrösen Dysplasie wird normales Knochengewebe durch minderwertiges Fasergewebe ersetzt. Dies kann einzelne Knochen (monostotische Form) oder mehrere Knochen (polyostotische Form) betreffen. Betroffene leiden häufig unter:
Diese flachen, hellbraunen Hautflecken haben charakteristischerweise unregelmäßige, gezackte Ränder (ähnlich der Küste von Maine) und folgen oft den sogenannten Blaschko-Linien, die den embryonalen Entwicklungslinien der Haut entsprechen. Sie treten häufig einseitig auf und sind bereits bei der Geburt vorhanden oder entwickeln sich in den ersten Lebensjahren.
Durch die übermäßige Aktivierung hormonproduzierender Drüsen kommt es zu verschiedenen endokrinen Störungen:
Die Diagnose des McCune-Albright-Syndroms wird in der Regel klinisch gestellt, wenn mindestens zwei der drei klassischen Merkmale vorliegen. Folgende Untersuchungen werden eingesetzt:
Eine ursächliche Therapie existiert derzeit nicht. Die Behandlung erfolgt symptomorientiert und interdisziplinär:
Regelmäßige Kontrolluntersuchungen durch ein erfahrenes multidisziplinäres Team aus Endokrinologen, Orthopäden, Dermatologen und ggf. Neurologen sind essenziell. Bei Beteiligung des Schädels sollten regelmäßige ophthalmologische und audiologische Kontrollen erfolgen.
Die Prognose variiert je nach Schweregrad und Ausdehnung der Erkrankung erheblich. Leichte Verläufe mit isolierter Knochenbeteiligung können gut kontrolliert werden. Schwere Formen mit ausgedehnter Knochendysplasie, multiplen endokrinen Störungen oder Beteiligung des Hirnschädels erfordern eine intensive, lebenslange Betreuung. Eine normale Lebenserwartung ist bei adäquater Behandlung in vielen Fällen möglich.
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