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Mechano Growth Factor (MGF) ist eine Isoform des IGF-1, die bei mechanischer Belastung von Muskelgewebe freigesetzt wird und die Muskelregeneration sowie das Muskelwachstum foerdert.
Mechano Growth Factor (MGF) ist eine Isoform des IGF-1, die bei mechanischer Belastung von Muskelgewebe freigesetzt wird und die Muskelregeneration sowie das Muskelwachstum foerdert.
Mechano Growth Factor (MGF) ist eine spezifische Isoform des insulinaehnlichen Wachstumsfaktors 1 (IGF-1), die im menschlichen Koerper als Reaktion auf mechanische Belastung oder Muskelschaeden gebildet wird. MGF entsteht durch alternatives Spleissen der IGF-1-Messenger-RNA (mRNA) und unterscheidet sich von anderen IGF-1-Isoformen durch seine einzigartige E-Peptid-Sequenz am C-terminalen Ende. Es spielt eine zentrale Rolle bei der Reparatur und dem Wachstum von Skelettmuskelgewebe.
Wenn Muskelgewebe durch koerperliche Belastung, Mikrotraumen oder mechanischen Stress beansprucht wird, stimuliert dies die lokale Produktion von MGF in den betroffenen Muskelzellen. MGF wirkt auf mehreren Ebenen:
MGF wird hauptsaechlich lokal im beanspruchten Gewebe produziert und wirkt vorwiegend parakrin (auf benachbarte Zellen) sowie autokrin (auf die produzierenden Zellen selbst). Im Gegensatz zu systemisch zirkulierendem IGF-1, das vorwiegend in der Leber gebildet wird, ist MGF ein gewebespezifischer Wachstumsfaktor. Neben der Skelettmuskulatur wurde MGF auch in Herzmuskelgewebe, Knochen, Sehnen und im Nervensystem nachgewiesen, wo es ebenfalls regenerative Funktionen uebernimmt.
Die MGF-Produktion wird durch folgende Faktoren reguliert:
MGF ist Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Forschung, insbesondere in folgenden Bereichen:
Bei Erkrankungen wie Muskeldystrophien, altersbedingtem Muskelschwund (Sarkopenie) oder Muskelschwund durch Immobilitaet (Atrophie) ist die MGF-Signalisierung haeufig beeintraechtigt. Forschungsansaetze untersuchen, ob eine gezielte MGF-Zufuhr oder Stimulation die Muskelregeneration verbessern koennte.
Studien deuten darauf hin, dass MGF nach einem Herzinfarkt (Myokardinfarkt) kardioprotektive Eigenschaften besitzt und die Regeneration von Herzmuskelzellen (Kardiomyozyten) unterstuetzen koennte.
Im Nervensystem zeigt MGF neuroprotektive Effekte. Es koennte bei der Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen wie ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) oder nach Nervenverletzungen von Bedeutung sein.
Aufgrund seiner wachstumsfoeordernden und anabol-muskulaeren Wirkungen steht MGF im Fokus des Sports. Synthetisches MGF und dessen Derivate (z. B. PEG-MGF, pegyliertes MGF) werden als leistungssteigernde Substanzen missbraucht und sind von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) seit 2010 auf der Verbotsliste aufgefuehrt. Die Anwendung ausserhalb klinischer Studien ist nicht zugelassen und mit gesundheitlichen Risiken verbunden.
Die unkontrollierte Anwendung von synthetischem MGF birgt erhebliche Risiken, da Langzeitstudien beim Menschen weitgehend fehlen. Moegliche Risiken umfassen:
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