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Das Melanom ist ein bösartiger Hauttumor, der aus pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) entsteht. Es gilt als die gefährlichste Form von Hautkrebs und sollte frühzeitig erkannt und behandelt werden.
Das Melanom ist ein bösartiger Hauttumor, der aus pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) entsteht. Es gilt als die gefährlichste Form von Hautkrebs und sollte frühzeitig erkannt und behandelt werden.
Das Melanom (auch: malignes Melanom) ist eine bösartige (maligne) Form von Hautkrebs, die aus den Melanozyten entsteht – den pigmentbildenden Zellen der Haut. Melanozyten produzieren das Pigment Melanin, das der Haut ihre Farbe verleiht und sie vor UV-Strahlung schützt. Wenn diese Zellen unkontrolliert wachsen, entsteht ein Melanom. Obwohl das Melanom seltener vorkommt als andere Hauttumore, ist es die häufigste Todesursache unter allen Hautkrebsarten, da es früh Metastasen (Tochtergeschwülste) bilden kann.
Die genauen Ursachen des Melanoms sind multifaktoriell. Folgende Risikofaktoren sind wissenschaftlich belegt:
Das Melanom zeigt sich typischerweise als verändertes oder neu entstandenes Pigmentmal auf der Haut. Zur Beurteilung auffälliger Hautveränderungen wird die sogenannte ABCDE-Regel verwendet:
Weitere mögliche Warnsignale sind Juckreiz, Blutungen oder Nässen eines Hautmals sowie das Auftreten neuer dunkler Flecken.
Es gibt verschiedene Melanomtypen, die sich in Wachstumsmuster und Häufigkeit unterscheiden:
Die Diagnose des Melanoms erfolgt in mehreren Schritten:
Die Stadieneinteilung erfolgt nach dem internationalen TNM-System (Tumor, Lymphknoten, Metastasen) und der AJCC-Klassifikation.
Die operative Entfernung des Melanoms mit ausreichendem Sicherheitsabstand ist die wichtigste Therapiemaßnahme. Der Sicherheitsabstand richtet sich nach der Tumordicke (Breslow-Index).
Moderne Checkpoint-Inhibitoren (z. B. Pembrolizumab, Nivolumab) aktivieren das eigene Immunsystem zur Bekämpfung von Tumorzellen. Sie haben die Behandlung des fortgeschrittenen Melanoms revolutioniert.
Bei Melanomen mit einer BRAF-Mutation (in ca. 50 % der Fälle vorliegend) können BRAF- und MEK-Inhibitoren (z. B. Vemurafenib, Dabrafenib, Trametinib) eingesetzt werden, die gezielt in Wachstumssignalwege eingreifen.
Die Strahlentherapie wird vor allem bei Hirnmetastasen oder zur lokalen Tumorkontrolle eingesetzt. Die klassische Chemotherapie spielt beim Melanom heute eine untergeordnete Rolle, da wirksamere Therapien verfügbar sind.
Regelmäßige Hautkrebs-Früherkennungsuntersuchungen beim Dermatologen sowie die konsequente Anwendung von Sonnenschutzmitteln (LSF 30 oder höher) und das Meiden von Mittagssonne und Solarien sind die wichtigsten Vorbeugemaßnahmen. In Deutschland haben gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf eine Hautkrebsvorsorge.
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