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Merokrin bezeichnet eine Sekretionsform, bei der Drüsenzellen ihren Inhalt ohne Zellschaden abgeben. Diese Methode ist die häufigste Sekretionsart im menschlichen Körper.
Merokrin bezeichnet eine Sekretionsform, bei der Drüsenzellen ihren Inhalt ohne Zellschaden abgeben. Diese Methode ist die häufigste Sekretionsart im menschlichen Körper.
Merokrin (auch: merokrine Sekretion) beschreibt einen Sekretionsmechanismus, bei dem Drüsenzellen ihre Produkte – etwa Enzyme, Hormone oder Schweiß – durch Exozytose nach außen abgeben, ohne dabei selbst Schaden zu nehmen oder Zellmaterial zu verlieren. Die Zelle bleibt nach dem Sekretionsvorgang vollständig intakt und funktionsfähig.
In der Histologie und Zellbiologie werden drei grundlegende Sekretionstypen unterschieden:
Bei der merokrinen Sekretion werden die zu sezernierenden Stoffe zunächst im Endoplasmatischen Retikulum synthetisiert und anschließend im Golgi-Apparat verpackt. Die dabei entstehenden Sekretgranula (membranumhüllte Vesikel) wandern zur Zelloberfläche. Dort verschmelzen sie mit der Plasmamembran, und ihr Inhalt wird in den Extrazellularraum oder in ein Drüsengangsystem entleert – ein Vorgang, der als Exozytose bezeichnet wird. Die Zellmembran bleibt dabei erhalten und kann regeneriert werden.
Die merokrine Sekretion ist die am weitesten verbreitete Sekretionsform im Körper. Sie kommt in zahlreichen Organen und Drüsen vor:
In der Fachliteratur werden die Begriffe merokrin und ekkrin häufig synonym verwendet, insbesondere wenn von ekkrinen Schweißdrüsen die Rede ist. Streng genommen beschreibt ekkrin ausschließlich die ekkrinen Schweißdrüsen, während merokrin der übergeordnete histologische Begriff für diesen Sekretionstyp ist, der in allen entsprechenden Drüsen angewendet wird.
Das Verständnis der merokrinen Sekretion ist grundlegend für viele medizinische Fachgebiete, darunter Gastroenterologie, Endokrinologie und Dermatologie. Störungen in der Exozytose oder der Vesikelbildung können zu Erkrankungen führen, z. B. zu verminderter Insulinsekretion bei Diabetes mellitus Typ 2 oder zu Funktionsstörungen der exokrinen Bauchspeicheldrüse (exokrine Pankreasinsuffizienz).
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