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Die MET Amplifikation ist eine genetische Veränderung, bei der das MET-Gen vervielfältigt wird und unkontrolliertes Tumorwachstum fördern kann. Sie spielt eine wichtige Rolle in der Krebsdiagnostik und zielgerichteten Therapie.
Die MET Amplifikation ist eine genetische Veränderung, bei der das MET-Gen vervielfältigt wird und unkontrolliertes Tumorwachstum fördern kann. Sie spielt eine wichtige Rolle in der Krebsdiagnostik und zielgerichteten Therapie.
Die MET Amplifikation bezeichnet eine genetische Veränderung, bei der das MET-Gen (auch bekannt als Mesenchymal-Epithelial Transition-Gen) in einer Zelle in ungewohnt hoher Kopienzahl vorliegt. Unter normalen Bedingungen kodiert das MET-Gen für den MET-Rezeptor, eine Tyrosinkinase, die für das gesteuerte Zellwachstum, die Zellteilung und die Gewebereparatur zuständig ist. Wenn dieses Gen jedoch vervielfältigt wird, kommt es zu einer übermäßigen Aktivierung des MET-Signalwegs, was unkontrolliertes Zellwachstum und die Entstehung von Tumoren fördern kann.
Eine MET Amplifikation entsteht durch somatische (nicht erbliche) Veränderungen im Erbgut einer Körperzelle. Zu den begünstigenden Faktoren zählen:
Die MET Amplifikation tritt sowohl als primäre genetische Veränderung als auch als sekundäre Resistenzreaktion auf andere zielgerichtete Therapien auf.
Die MET Amplifikation wurde in verschiedenen Krebsarten nachgewiesen, darunter:
Die MET Amplifikation selbst verursacht keine spezifischen Symptome. Die klinischen Beschwerden hängen von der jeweiligen Tumorart und dem Stadium der Erkrankung ab. Allgemeine Krebssymptome können umfassen:
Die Diagnose einer MET Amplifikation erfolgt durch molekularpathologische Untersuchungen von Tumorgewebe oder Blut (Liquid Biopsy). Folgende Methoden werden eingesetzt:
Ab einem MET/CEP7-Verhältnis von ≥2,0 oder einer absoluten MET-Genkopienanzahl von ≥6 spricht man klinisch von einer relevanten MET Amplifikation.
Das Vorliegen einer MET Amplifikation ermöglicht den Einsatz spezifischer zielgerichteter Therapien, sogenannter MET-Inhibitoren. Zu den klinisch relevanten Wirkstoffen gehören:
Bei MET Amplifikation als Resistenzmechanismus gegen EGFR-Inhibitoren wird häufig eine Kombination aus einem MET-Inhibitor und einem EGFR-Inhibitor eingesetzt. Die genaue Therapieentscheidung erfolgt stets im Rahmen eines interdisziplinären Tumorboards.
Die Prognose bei Tumoren mit MET Amplifikation hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter der Tumorart, dem Stadium und dem Ansprechen auf die zielgerichtete Therapie. Patienten mit einer nachgewiesenen MET Amplifikation, die mit einem geeigneten MET-Inhibitor behandelt werden, zeigen in klinischen Studien häufig signifikante Ansprechraten. Allerdings kann es im Verlauf der Therapie erneut zur Resistenzentwicklung kommen.
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