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Metaflammation bezeichnet eine chronische, niedriggradige Entzündung des Stoffwechsels, die eng mit Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammenhängt.
Metaflammation bezeichnet eine chronische, niedriggradige Entzündung des Stoffwechsels, die eng mit Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammenhängt.
Metaflammation (auch: metabolische Entzündung oder Metainflammation) bezeichnet eine chronische, niedriggradige systemische Entzündung, die durch übermäßige Nährstoffzufuhr und eine gestörte Stoffwechsellage ausgelöst wird. Im Gegensatz zu klassischen akuten Entzündungsreaktionen verläuft Metaflammation still und über lange Zeit unbemerkt. Sie gilt als zentrale Verbindung zwischen Adipositas (Fettleibigkeit), Insulinresistenz, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Die Metaflammation entsteht hauptsächlich durch eine chronische Übereroährung, insbesondere durch den übermäßigen Konsum von gesättigten Fettsäuren, Zucker und hochverarbeiteten Lebensmitteln. Weitere begünstigende Faktoren sind:
Bei der Metaflammation werden Immunzellen – insbesondere Makrophagen im Fettgewebe – dauerhaft aktiviert. Diese sezernieren proentzündliche Zytokine, die lokale und systemische Entzündungsreaktionen aufrechterhalten. Zusätzlich aktivieren überschüssige Fettsäuren und Glukose den sogenannten NF-κB-Signalweg, einen Schlüsselregulator der Entzündungsreaktion. Dies führt zu einer verstärkten Produktion von Entzündungsmediatoren im gesamten Körper. Anders als bei einer herkömmlichen Infektion gibt es keinen klar definierten Auslöser – die Entzündung ist vielmehr eine Reaktion des Immunsystems auf metabolischen Überfluss.
Metaflammation verursacht häufig keine direkt spürbaren Symptome, kann aber langfristig schwerwiegende Folgen haben. Zu den assoziierten Erkrankungen gehören:
Es gibt keinen einzelnen Test, der Metaflammation eindeutig nachweist. Ärztinnen und Ärzte können jedoch bestimmte Biomarker im Blut bestimmen, die auf eine niedriggradige Entzündung hinweisen:
Die Diagnose erfolgt im klinischen Gesamtbild unter Berücksichtigung von Risikofaktoren, körperlicher Untersuchung und Laborwerten.
Da Metaflammation in erster Linie durch Lebensstilfaktoren ausgelöst wird, stehen Lebensstiländerungen im Mittelpunkt der Behandlung:
In bestimmten Fällen können Medikamente wie Metformin (bei Typ-2-Diabetes) oder Statine (bei Fettstoffwechselstörungen) eingesetzt werden, die neben ihrem primären Wirkprofil auch antientzündliche Eigenschaften besitzen.
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