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Metronidazol ist ein Antibiotikum und Antiparasitikum, das gegen anaerobe Bakterien und Protozoen wirkt. Es wird bei Infektionen wie Trichomonaden, Amöben und bakterieller Vaginose eingesetzt.
Metronidazol ist ein Antibiotikum und Antiparasitikum, das gegen anaerobe Bakterien und Protozoen wirkt. Es wird bei Infektionen wie Trichomonaden, Amöben und bakterieller Vaginose eingesetzt.
Metronidazol ist ein synthetisches Antibiotikum aus der Gruppe der Nitroimidazole. Es wirkt gegen eine Vielzahl von anaeroben Bakterien (Bakterien, die ohne Sauerstoff leben) sowie gegen bestimmte Protozoen (einzellige Parasiten). Metronidazol ist seit Jahrzehnten ein etabliertes Medikament in der Infektionsmedizin und wird weltweit eingesetzt.
Metronidazol wird bei einer Vielzahl von Infektionskrankheiten eingesetzt, darunter:
Metronidazol ist ein sogenanntes Prodrug – es wird erst im Körper in seine aktive Form umgewandelt. In anaeroben Mikroorganismen wird der Wirkstoff durch spezielle Enzyme (Nitroreduktasen) aktiviert. Die aktivierte Form bindet an die DNA des Erregers und unterbricht deren Struktur, wodurch die Vermehrung und das Überleben des Mikroorganismus verhindert werden. Da dieser Aktivierungsmechanismus spezifisch für anaerobe Bedingungen ist, schont Metronidazol weitgehend die normale, aerobe Körperflora.
Metronidazol ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich:
Die Dosierung richtet sich nach der Art und Schwere der Infektion sowie nach dem Körpergewicht. Eine typische Erwachsenendosis beträgt 400–500 mg zwei- bis dreimal täglich über 5–10 Tage, kann jedoch je nach Indikation variieren. Die genaue Dosierung wird stets vom behandelnden Arzt festgelegt.
Metronidazol wird im Allgemeinen gut vertragen, kann jedoch folgende Nebenwirkungen verursachen:
Wichtig: Während der Einnahme von Metronidazol sollte kein Alkohol konsumiert werden, da es zu einer heftigen Reaktion kommen kann (ähnlich der Disulfiram-Reaktion), mit Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Herzrasen und Hitzegefühl.
Metronidazol sollte nicht angewendet werden bei:
Bedeutende Wechselwirkungen bestehen unter anderem mit Warfarin (blutverdünnendes Mittel) und Lithium. Auch in der Schwangerschaft – insbesondere im ersten Trimester – sollte Metronidazol nur nach strenger ärztlicher Abwägung eingesetzt werden.