Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Sichere Dir ein kostenloses Melatonin Spray ab einem Einkaufswert von 100€ Sichere Dir ein kostenloses Melatonin Spray ab einem Einkaufswert von 100€ X
Menü
Premium Nahrungsergänzungsmittel | artgerecht

Mevalonatweg – Funktion, Ablauf und Bedeutung

Der Mevalonatweg ist ein zentraler Stoffwechselweg in menschlichen Zellen, der die Biosynthese von Cholesterin, Steroidhormonen und weiteren lebenswichtigen Molekülen steuert.

Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen
Lexikon Navigation

Wissenswertes über "Mevalonatweg"

Der Mevalonatweg ist ein zentraler Stoffwechselweg in menschlichen Zellen, der die Biosynthese von Cholesterin, Steroidhormonen und weiteren lebenswichtigen Molekülen steuert.

Was ist der Mevalonatweg?

Der Mevalonatweg (auch Mevalonsäureweg oder HMG-CoA-Reduktase-Pathway genannt) ist ein grundlegender biochemischer Stoffwechselweg, der in nahezu allen tierischen Zellen, Pilzen und vielen Bakterien vorkommt. Er dient der Biosynthese von Isoprenoidverbindungen, zu denen unter anderem Cholesterin, Steroidhormone, Gallensäuren, fettlösliche Vitamine (wie Vitamin K und Vitamin D), Coenzym Q10 (Ubiquinon) sowie Dolichole gehören. Der Weg ist nach der Mevalonsäure benannt, einer Schlüsselverbindung, die im Verlauf des Stoffwechselweges gebildet wird.

Ablauf und Schritte des Mevalonatweges

Der Mevalonatweg besteht aus einer Reihe enzymatischer Reaktionen, die in mehreren Stufen ablaufen:

  • Schritt 1 – Acetyl-CoA-Kondensation: Zwei Moleküle Acetyl-CoA werden durch das Enzym Thiolase zu Acetoacetyl-CoA kondensiert.
  • Schritt 2 – HMG-CoA-Bildung: Acetoacetyl-CoA wird mit einem weiteren Acetyl-CoA-Molekül durch die HMG-CoA-Synthase zu 3-Hydroxy-3-Methylglutaryl-CoA (HMG-CoA) umgewandelt.
  • Schritt 3 – Mevalonsäuresynthese (Geschwindigkeitsbestimmender Schritt): HMG-CoA wird durch die HMG-CoA-Reduktase (das wichtigste Zielenzym für Statine) unter Verbrauch von NADPH zu Mevalonsäure (Mevalonat) reduziert. Dies ist der regulatorisch wichtigste und geschwindigkeitsbestimmende Schritt des gesamten Weges.
  • Schritt 4 – Phosphorylierung von Mevalonat: Mevalonat wird durch mehrere Kinasen schrittweise phosphoryliert, zunächst zu Mevalonat-5-phosphat, dann zu Mevalonat-5-pyrophosphat.
  • Schritt 5 – Bildung von Isopentenylpyrophosphat (IPP): Durch Decarboxylierung entsteht Isopentenylpyrophosphat (IPP), die universelle Isoprenoid-Grundeinheit (C5-Einheit).
  • Schritt 6 – Kondensation zu Farnesylpyrophosphat: IPP und sein Isomer Dimethylallylpyrophosphat (DMAPP) werden schrittweise zu Geranylpyrophosphat (C10) und dann zu Farnesylpyrophosphat (FPP, C15) kondensiert.
  • Schritt 7 – Verzweigung zu Squalen und Cholesterin: Zwei Moleküle FPP werden zu Squalen (C30) verbunden, das schließlich zu Cholesterin und weiteren Steroiden umgewandelt wird. FPP dient gleichzeitig als Ausgangsstoff für Coenzym Q10, Dolichole und Prenylierungsreaktionen von Proteinen.

Biologische Bedeutung und Produkte

Der Mevalonatweg liefert eine Vielzahl biologisch unverzichtbarer Verbindungen:

  • Cholesterin: Wesentlicher Bestandteil der Zellmembranen und Ausgangsmolekül für Steroidhormone (z. B. Cortisol, Aldosteron, Sexualhormone), Gallensäuren und Vitamin D.
  • Coenzym Q10 (Ubiquinon): Wichtiges Molekül in der mitochondrialen Atmungskette und als Antioxidans.
  • Dolichole: Beteiligt an der N-Glykosylierung von Proteinen im endoplasmatischen Retikulum.
  • Isopentenyl-Adenosin: Modifizierte Base in bestimmten Transfer-RNAs.
  • Prenylierung von Proteinen: Farnesylpyrophosphat und Geranylgeranylpyrophosphat dienen als Prenylgruppen für die posttranslationale Modifikation von Signalproteinen (z. B. Ras-Proteine), was deren Membranbindung und Funktion beeinflusst.

Regulation des Mevalonatweges

Der Mevalonatweg unterliegt einer strengen zellulären Regulation, um eine Überproduktion oder einen Mangel an Cholesterin und anderen Isoprenoiden zu verhindern:

  • Transkriptionelle Regulation durch SREBP: Wenn die intrazelluläre Cholesterinkonzentration sinkt, werden Sterol-regulatorische Elemente bindende Proteine (SREBPs) aktiviert, die die Expression der HMG-CoA-Reduktase und anderer Enzyme des Weges hochregulieren.
  • Feedback-Hemmung: Erhöhte Cholesterinspiegel hemmen die HMG-CoA-Reduktase direkt und führen zu deren verstärktem Abbau.
  • Hormonelle Einflüsse: Insulin stimuliert den Weg, Glukagon und Steroide hemmen ihn.

Pharmakologische Relevanz: Statine und der Mevalonatweg

Der Mevalonatweg ist ein zentrales Angriffsziel moderner Medikamente, insbesondere der Statine (z. B. Simvastatin, Atorvastatin, Rosuvastatin). Statine hemmen kompetitiv die HMG-CoA-Reduktase und senken dadurch die Cholesterinbiosynthese in der Leber. Dies führt zu einer vermehrten Expression von LDL-Rezeptoren auf der Leberoberfläche, wodurch mehr LDL-Cholesterin aus dem Blut aufgenommen wird und der Gesamtcholesterinspiegel sinkt. Statine werden vor allem zur Behandlung und Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall) eingesetzt.

Ein bekannter Nebeneffekt der Statine ist die Hemmung der Coenzym-Q10-Synthese, da auch Coenzym Q10 ein Produkt des Mevalonatweges ist. Dies kann in seltenen Fällen zur Statin-assoziierten Myopathie (Muskelschwäche, Muskelschmerzen) beitragen.

Mevalonatweg und Erkrankungen

Störungen im Mevalonatweg können verschiedene Erkrankungen verursachen:

  • Mevalonatkinase-Mangel (MKD): Ein seltener autosomal-rezessiver Defekt der Mevalonatkinase führt zur Anreicherung von Mevalonsäure und zu periodischen Fiebersyndromen sowie Entwicklungsstörungen (Mevalonazidurie).
  • Hyperlipoproteinämien: Dysregulationen des Mevalonatweges tragen zu erhöhten Blutfettwerten bei.
  • Krebsforschung: Überaktivierungen des Mevalonatweges werden mit dem Wachstum bestimmter Tumoren in Verbindung gebracht, da Krebszellen einen erhöhten Bedarf an Isoprenoiden für Zellwachstum und Membranaufbau haben.

Quellen

  1. Goldstein JL, Brown MS. Regulation of the mevalonate pathway. Nature. 1990;343(6257):425-430. doi:10.1038/343425a0
  2. Istvan ES, Deisenhofer J. Structural mechanism for statin inhibition of HMG-CoA reductase. Science. 2001;292(5519):1160-1164. doi:10.1126/science.1059344
  3. Hoffmann GF, Charpentier C, Mayatepek E, et al. Clinical and biochemical phenotype in 11 patients with mevalonic aciduria. Pediatrics. 1993;91(5):915-921.

Meistgekaufte Produkte

Rabatt
natural iron supplement premium plantderived mineralcomplex?ts=1751927698

Durchschnittliche Bewertung von 4.94 von 5 Sternen

Natural Iron CLN® | Eisen Komplex
Speziell formuliert für Deinen Eisenhaushalt mit pflanzlichem Curryblatt-Eisen, Lactoferrin CLN® und natürlichem Vitamin C
UV-Glas
Laborgeprüft
Ohne Gentechnik
Ohne Zusatzstoffe
Kölner Liste
Glutenfrei
Laktosefrei
30 Kapseln
30 Kapseln
Verkaufspreis: 29,90 € Regulärer Preis: 35,90 €
Produkt Anzahl: Gib den gewünschten Wert ein oder benutze die Schaltflächen um die Anzahl zu erhöhen oder zu reduzieren.
Rabatt
lactoferrin kapseln 60 premium eisenbindung immunschutz laktosefrei milch?ts=1751997240

Durchschnittliche Bewertung von 4.85 von 5 Sternen

Lactoferrin CLN® 400 mg (60 Stk.)

Der universelle Immunschutz

Als eines der wertvollsten körpereigenen Immunproteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des Immunsystems
UV-Glas
Laborgeprüft
Ohne Gentechnik
Ohne Zusatzstoffe
Kölner Liste
Laktosefrei
Höchste Reinheit
60 Kapseln
60 Kapseln
Verkaufspreis: 50,00 € Regulärer Preis: 59,90 €
Produkt Anzahl: Gib den gewünschten Wert ein oder benutze die Schaltflächen um die Anzahl zu erhöhen oder zu reduzieren.
floral lactoferrin cln mundflora lutschtabletten?ts=1779887262

Durchschnittliche Bewertung von 4.96 von 5 Sternen

Floral | Zahnpflege Lutschtabletten

Für eine gesunde Mundflora & Zahnpflege

Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac, Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®
Laborgeprüft
Ohne Gentechnik
Kölner Liste
Laktosefrei
Zahnfreundlich
Höchste Reinheit
30 Lutschtabletten
Regulärer Preis: 22,90 €
Produkt Anzahl: Gib den gewünschten Wert ein oder benutze die Schaltflächen um die Anzahl zu erhöhen oder zu reduzieren.

Die neusten Einträge

3 Beiträge in dieser Lexikon Kategorie

Kieferhöhlenbodenaugmentation

Die Kieferhöhlenbodenaugmentation ist ein chirurgischer Eingriff zur Knochenanlagerung im Oberkiefer, um eine spätere Implantatversorgung zu ermöglichen.

Stabile Fraktur

Eine stabile Fraktur ist ein Knochenbruch, bei dem die Knochenenden korrekt ausgerichtet bleiben und sich nicht verschieben. Sie heilt häufig ohne Operation.

Witwenbuckel

Der Witwenbuckel bezeichnet eine Buckelförmige Vorwölbung im Nacken- und oberen Rückenbereich, die häufig durch Osteoporose oder Haltungsschäden entsteht.

Verwandte Suchbegriffe: Mevalonatweg