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Mikroalbuminurie bezeichnet eine erhöhte Ausscheidung des Proteins Albumin im Urin, die als Frühzeichen einer Nierenschädigung gilt. Sie tritt häufig bei Diabetes und Bluthochdruck auf.
Mikroalbuminurie bezeichnet eine erhöhte Ausscheidung des Proteins Albumin im Urin, die als Frühzeichen einer Nierenschädigung gilt. Sie tritt häufig bei Diabetes und Bluthochdruck auf.
Die Mikroalbuminurie beschreibt eine übermäßige Ausscheidung des Eiweißes Albumin im Urin, die oberhalb des Normalbereichs liegt, jedoch noch unterhalb der Nachweisgrenze eines herkömmlichen Urinteststreifens. Der Begriff setzt sich aus „Mikro“ (gering), „Albumin“ (ein wichtiges Bluteiweiß) und „Urie“ (im Urin) zusammen. Im klinischen Alltag spricht man heute bevorzugt von einer moderat erhöhten Albuminurie. Sie gilt als wichtiger Frühhinweis auf eine beginnende Nierenschädigung und ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko.
Gesunde Nieren filtern das Blut und lassen nur minimale Mengen Albumin in den Urin gelangen. Folgende Grenzwerte gelten als klinisch relevant:
Die häufigsten Ursachen einer Mikroalbuminurie sind:
Die Mikroalbuminurie selbst verursacht in der Regel keine spürbaren Beschwerden. Sie wird meist zufällig im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen oder bei der Kontrolle von Grunderkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck entdeckt. Erst bei einer deutlich fortgeschrittenen Nierenschädigung (Makroalbuminurie) können Symptome wie Wassereinlagerungen (Ödeme), schaumiger Urin, Müdigkeit oder Schwäche auftreten.
Die Diagnose erfolgt durch eine Urinuntersuchung. Da einzelne Messungen durch temporäre Einflussfaktoren verfälscht sein können, empfehlen Leitlinien, den Befund zu bestätigen:
Zusätzlich werden Blutuntersuchungen (Kreatinin, glomeruläre Filtrationsrate/GFR), Blutdruckmessungen und eine Blutzuckerkontrolle durchgeführt, um die Grunderkrankung zu identifizieren.
Die Behandlung der Mikroalbuminurie richtet sich in erster Linie nach der zugrunde liegenden Erkrankung. Ziel ist es, das Fortschreiten der Nierenschädigung zu verlangsamen und das Herz-Kreislauf-Risiko zu senken:
Die Mikroalbuminurie ist nicht nur ein Frühzeichen einer Nierenschädigung, sondern gilt auch als unabhängiger Risikomarker für kardiovaskuläre Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung kann das Fortschreiten zur chronischen Nierenerkrankung verhindern oder deutlich verzögern.
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