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Die Mikrofrakturierung am Talus ist ein chirurgisches Verfahren zur Behandlung von Knorpelschäden am Sprungbein. Dabei werden kleine Löcher in den Knochen gebohrt, um die Knorpelregeneration anzuregen.
Die Mikrofrakturierung am Talus ist ein chirurgisches Verfahren zur Behandlung von Knorpelschäden am Sprungbein. Dabei werden kleine Löcher in den Knochen gebohrt, um die Knorpelregeneration anzuregen.
Die Mikrofrakturierung am Talus (Sprungbein) ist ein minimalinvasives, arthroskopisches Operationsverfahren zur Behandlung von osteochondralen Knorpeldefekten am oberen Sprunggelenk. Bei dieser Methode werden mit einem speziellen Instrument (Ahle oder Bohrer) kleine Mikrobohrungen in den freiliegenden subchondralen Knochen gesetzt. Ziel ist es, Stammzellen und Wachstumsfaktoren aus dem Knochenmark freizusetzen, die zur Bildung von Ersatzknorpelgewebe führen. Das Verfahren gehört zur Gruppe der knochenmarkstimulierenden Techniken und ist eine der am häufigsten eingesetzten Methoden bei Knorpelschäden am Talus.
Knorpeldefekte am Talus entstehen häufig durch:
Die Mikrofrakturierung wird in der Regel bei umschriebenen Knorpeldefekten mit einer Größe von bis zu 1,5 cm² eingesetzt. Bei größeren Defekten werden alternative Verfahren wie die autologe Chondrozytentransplantation (ACT) oder osteochondrale Transplantationen (OATS) bevorzugt.
Durch die gesetzten Mikrobohrungen (Durchmesser ca. 1 mm, Abstand ca. 3–4 mm) wird die subchondrale Knochenplatte eröffnet. Dies führt zum Austritt von Blut und Knochenmarksfett, das mesenchymale Stammzellen enthält. Diese Stammzellen differenzieren sich im Laufe der Heilung zu Faserknorpelzellen, die den Defekt mit einem Ersatzknorpel (fibrokartilaginarem Gewebe) ausfüllen. Dieser Faserknorpel ist zwar mechanisch weniger belastbar als der ursprüngliche hyaline Knorpel, kann jedoch die Gelenkfunktion deutlich verbessern und Schmerzen reduzieren.
Der Eingriff erfolgt in der Regel arthroskopisch (Schlussellochmethode) in Voll- oder Teilnarkose und dauert etwa 30–60 Minuten. Der Chirurg geht dabei wie folgt vor:
Die Nachbehandlung ist entscheidend für den Behandlungserfolg:
Die Mikrofrakturierung am Talus zeigt insbesondere bei jüngeren Patienten und kleineren Defekten gute bis sehr gute Ergebnisse. Studien belegen, dass etwa 70–85 % der Patienten eine signifikante Schmerzreduktion und Verbesserung der Gelenkfunktion erfahren. Langzeitergebnisse sind jedoch weniger beständig als bei biologischen Knorpelrekonstruktionsverfahren, da der entstehende Faserknorpel über die Zeit verschleißanfälliger ist als hyaliner Knorpel. Risikofaktoren für ein schlechteres Ergebnis sind:
Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen auch bei der Mikrofrakturierung gewisse Risiken:
Diese Komplikationen sind insgesamt selten und treten bei einem erfahrenen Operateur in einem Bruchteil der Fälle auf.
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