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Die Mikrofrakturierung ist ein chirurgisches Verfahren zur Behandlung von Knorpelschäden im Gelenk. Dabei werden kleine Löcher in den Knochen gebohrt, um die Knorpelregeneration anzuregen.
Die Mikrofrakturierung ist ein chirurgisches Verfahren zur Behandlung von Knorpelschäden im Gelenk. Dabei werden kleine Löcher in den Knochen gebohrt, um die Knorpelregeneration anzuregen.
Die Mikrofrakturierung ist ein minimalinvasives orthopädisches Operationsverfahren, das zur Behandlung von umschriebenen Knorpeldefekten an Gelenken eingesetzt wird. Ziel des Eingriffs ist es, die natürliche Heilungsfähigkeit des Körpers zu nutzen, um geschädigtes Knorpelgewebe zu regenerieren. Das Verfahren wurde in den 1990er Jahren maßgeblich von dem amerikanischen Orthopäden J. Richard Steadman entwickelt und etabliert.
Knorpel ist ein spezialisiertes Gewebe, das Gelenkflächen überzieht und als Puffer zwischen den Knochen wirkt. Im Gegensatz zu anderen Körpergeweben verfügt Knorpel über eine sehr begrenzte Selbstheilungsfähigkeit, da er nicht durchblutet ist. Die Mikrofrakturierung versucht, diesen Nachteil zu umgehen, indem gezielt Blutungen aus dem darunterliegenden Knochen ausgelöst werden.
Die Mikrofrakturierung wird überwiegend bei umschriebenen, vollschichtigen Knorpeldefekten (Grad III–IV nach der ICRS-Klassifikation) eingesetzt. Typische Anwendungsgebiete sind:
Besonders geeignet ist das Verfahren für Defekte mit einer Fläche von bis zu 2–4 cm². Bei größeren Defekten oder fortgeschrittener Arthrose werden oft andere Verfahren bevorzugt.
Die Mikrofrakturierung wird in der Regel arthroskopisch (Gelenkspiegelung) durchgeführt, also minimalinvasiv mit kleinen Hautschnitten und einer Kamera. Der Ablauf umfasst folgende Schritte:
Die Nachbehandlung ist ein entscheidender Faktor für den Behandlungserfolg. Sie umfasst typischerweise:
Während der Nachbehandlung ist es wichtig, dass das neuentstandene Faserknorpelgewebe ausreichend Zeit hat, sich zu festigen und anzupassen.
Die Mikrofrakturierung zeigt insbesondere bei jüngeren Patienten (unter 40 Jahren) mit kleinen, gut abgegrenzten Defekten gute bis sehr gute kurzfristige Ergebnisse. Langfristig können die Ergebnisse variieren, da der gebildete Faserknorpel mechanisch weniger belastbar ist als der ursprüngliche hyaline Knorpel. In einigen Fällen kann nach mehreren Jahren eine Verschlechterung eintreten.
Faktoren, die das Ergebnis positiv beeinflussen:
Je nach Größe und Lage des Knorpeldefekts sowie dem Alter des Patienten stehen folgende Alternativen zur Verfügung:
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