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Mikronährstoffmangel bezeichnet eine unzureichende Versorgung des Körpers mit Vitaminen, Mineralstoffen oder Spurenelementen. Er kann vielfältige Beschwerden verursachen und langfristig die Gesundheit beeinträchtigen.
Mikronährstoffmangel bezeichnet eine unzureichende Versorgung des Körpers mit Vitaminen, Mineralstoffen oder Spurenelementen. Er kann vielfältige Beschwerden verursachen und langfristig die Gesundheit beeinträchtigen.
Mikronährstoffmangel bezeichnet den Zustand, in dem der Körper nicht ausreichend mit einem oder mehreren essenziellen Mikronährstoffen versorgt wird. Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente – Substanzen, die der Körper zwar nur in kleinen Mengen benötigt, die aber für zahlreiche lebenswichtige Funktionen unentbehrlich sind. Im Gegensatz zu Makronährstoffen (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiß) liefern Mikronährstoffe keine Energie, steuern jedoch Stoffwechselprozesse, das Immunsystem, die Zellteilung und viele weitere biologische Abläufe.
Ein Mikronährstoffmangel kann durch verschiedene Faktoren entstehen:
Eisenmangel ist weltweit der häufigste Nährstoffmangel. Er führt zu Müdigkeit, Blässe, verminderter Leistungsfähigkeit und kann eine Eisenmangelanämie (Blutarmut) verursachen. Besonders betroffen sind Frauen im gebärfähigen Alter, Schwangere und Kinder.
Vitamin D wird hauptsächlich durch Sonnenlichteinwirkung in der Haut gebildet. Ein Mangel ist in nördlichen Breitengraden weit verbreitet und kann zu Knochenschwäche (Rachitis bei Kindern, Osteomalazie bei Erwachsenen), Muskelschwäche und einer geschwächten Immunabwehr führen.
Vitamin B12 ist vor allem in tierischen Lebensmitteln enthalten. Ein Mangel tritt häufig bei Veganern, älteren Menschen oder bei Resorptionsstörungen auf und kann zu Anämie sowie neurologischen Beschwerden (Kribbeln, Taubheitsgefühl, kognitive Einschränkungen) führen.
Jod ist essenziell für die Schilddrüsenfunktion. Ein Mangel kann zu einer Vergrößerung der Schilddrüse (Struma) und in der Schwangerschaft zu Entwicklungsstörungen beim Kind führen.
Magnesium ist an über 300 enzymatischen Reaktionen beteiligt. Ein Mangel äußert sich häufig durch Muskelkrämpfe, Müdigkeit, Nervosität und Herzrhythmusstörungen.
Folsäure (Vitamin B9) ist besonders wichtig in der Schwangerschaft, da ein Mangel das Risiko für Neuralrohrdefekte beim Ungeborenen erhöht. Auch Anämie und erhöhte Homocysteinwerte können auf einen Folsäuremangel hinweisen.
Die Symptome eines Mikronährstoffmangels sind vielfältig und hängen vom betroffenen Nährstoff ab. Häufige allgemeine Zeichen sind:
Die Diagnose eines Mikronährstoffmangels erfolgt in der Regel durch:
Die erste Maßnahme bei einem Mikronährstoffmangel ist in der Regel die Optimierung der Ernährung. Eine abwechslungsreiche, ausgewogene Kost mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und – je nach Ernährungsweise – Fleisch, Fisch, Milchprodukten und Eiern deckt den Bedarf der meisten Mikronährstoffe.
Bei einem nachgewiesenen Mangel oder einem erhöhten Bedarf (z. B. in der Schwangerschaft) empfehlen Ärztinnen und Ärzte häufig die gezielte Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln. Die Dosierung sollte stets nach ärztlicher Rücksprache erfolgen, da eine Überdosierung bestimmter Mikronährstoffe (z. B. fettlösliche Vitamine wie Vitamin A und D) ebenfalls gesundheitsschädlich sein kann.
Bei Resorptionsstörungen oder chronischen Erkrankungen steht die Behandlung der Grunderkrankung im Vordergrund, um die Nährstoffaufnahme langfristig zu verbessern.
Bestimmte Bevölkerungsgruppen haben ein erhöhtes Risiko für einen Mikronährstoffmangel:
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