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Der Milcheinschuss bezeichnet den Beginn der Muttermilchproduktion nach der Geburt. Die Brust schwillt an, wird fest und warm – ein natürlicher Vorgang in der Stillzeit.
Der Milcheinschuss bezeichnet den Beginn der Muttermilchproduktion nach der Geburt. Die Brust schwillt an, wird fest und warm – ein natürlicher Vorgang in der Stillzeit.
Der Milcheinschuss beschreibt den Zeitpunkt, an dem die Brustdrüsen nach der Geburt eines Kindes verstärkt Muttermilch zu produzieren beginnen. Dieser Vorgang tritt typischerweise zwischen dem zweiten und fünften Tag nach der Entbindung auf. Vor dem eigentlichen Milcheinschuss produziert die Brust zunächst Kolostrum – eine gelbliche, nährstoffreiche Vormilch, die reich an Antikörpern ist und das Neugeborene in den ersten Lebenstagen optimal versorgt.
Der Milcheinschuss wird durch hormonelle Veränderungen im Körper der Mutter ausgelöst. Nach der Geburt des Kindes und der Plazenta sinkt der Spiegel der Schwangerschaftshormone Östrogen und Progesteron rapide ab. Gleichzeitig steigt die Ausschüttung des Hormons Prolaktin, das in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) gebildet wird und die Milchproduktion stimuliert. Zusätzlich fördert das Hormon Oxytocin den sogenannten Milchspendereflex, durch den die Milch aktiv in die Milchgänge gedrückt wird.
Viele Frauen erleben den Milcheinschuss als deutlich spürbares Ereignis. Zu den häufigen Begleiterscheinungen gehören:
Diese Symptome sind in der Regel normal und klingen innerhalb weniger Tage ab, sobald sich die Milchproduktion an den Bedarf des Kindes angepasst hat.
Wenn die Brust nicht ausreichend entleert wird, kann es zu einem Milchstau kommen. Dabei sammelt sich Milch in den Milchgängen, was Schmerzen, Verhärtungen und Rötungen verursachen kann. Ein unbehandelter Milchstau kann sich zu einer Mastitis (Brustentzündung) entwickeln, die mit Fieber, starken Schmerzen und allgemeinem Krankheitsgefühl einhergeht. In diesem Fall sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Um die Beschwerden beim Milcheinschuss zu lindern und einem Milchstau vorzubeugen, empfehlen Stillberaterinnen und Hebammen folgende Maßnahmen:
Auch Frauen, die sich entschieden haben, ihr Kind nicht zu stillen, erleben in der Regel einen Milcheinschuss. In diesem Fall empfiehlt es sich, die Brust möglichst wenig zu stimulieren und kühlende Maßnahmen anzuwenden, damit die Milchproduktion ohne Stillen von selbst zurückgeht. In bestimmten Situationen kann ein Arzt oder eine Ärztin die Einnahme von milchhemmenden Medikamenten in Betracht ziehen.
Bei folgenden Anzeichen sollte umgehend eine Hebamme, Stillberaterin oder ein Arzt bzw. eine Ärztin kontaktiert werden:
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