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Das Millard-Gubler-Syndrom ist ein seltenes neurologisches Syndrom durch eine Brückenläsion im Hirnstamm, das zu ipsilateraler Fazialisparese und kontralateraler Halbseitenlähmung führt.
Das Millard-Gubler-Syndrom ist ein seltenes neurologisches Syndrom durch eine Brückenläsion im Hirnstamm, das zu ipsilateraler Fazialisparese und kontralateraler Halbseitenlähmung führt.
Das Millard-Gubler-Syndrom ist ein seltenes neurologisches Krankheitsbild, das zur Gruppe der alternierenden Hirnstammsyndrome gehört. Es entsteht durch eine einseitige Schädigung im Bereich der Brücke (Pons) des Hirnstamms. Das Syndrom wurde im 19. Jahrhundert von den französischen Ärzten Auguste Louis Jules Millard und Adolphe-Marie Gubler erstmals beschrieben.
Charakteristisch für dieses Syndrom ist die Kombination aus einer ipsilateralen (gleichseitigen) Lähmung des Gesichtsnervs (N. facialis) sowie einer kontralateralen (gegenseitigen) Halbseitenlähmung (Hemiparese oder Hemiplegie) des Körpers.
Das Millard-Gubler-Syndrom entsteht durch Läsionen im Bereich des kaudalen (unteren) Pons, die den Kern oder die Fasern des Nervus facialis (VII. Hirnnerv) sowie die benachbarten Pyramidenbahn-Fasern (Tractus corticospinalis) schädigen. Häufige Ursachen sind:
Das klassische Symptombild des Millard-Gubler-Syndroms umfasst folgende Zeichen:
Die Diagnose des Millard-Gubler-Syndroms erfolgt klinisch anhand der charakteristischen Kombination aus ipsilateraler Fazialisparese und kontralateraler Hemiparese. Zur Sicherung der Diagnose und Ursachenklärung werden folgende Untersuchungen eingesetzt:
Die Behandlung des Millard-Gubler-Syndroms richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache:
Bei akutem ischämischen Schlaganfall steht die sofortige Lysetherapie (Thrombolyse) oder mechanische Thrombektomie im Vordergrund, sofern keine Kontraindikationen bestehen. Anschließend erfolgt eine Sekundärprophylaxe mit Thrombozytenaggregationshemmern oder Antikoagulantien.
Bei Hirnblutungen ist ein konservatives oder neurochirurgisches Management notwendig, abhängig von Größe und Lokalisation der Blutung.
Je nach Tumorart kommen Operation, Strahlentherapie oder Chemotherapie in Betracht.
Unabhängig von der Ursache ist eine intensive neurologische Rehabilitation entscheidend für die Verbesserung der Lebensqualität. Diese umfasst:
Die Prognose des Millard-Gubler-Syndroms ist abhängig von der Ursache, dem Ausmaß der Hirnstammschädigung und dem Beginn der Therapie. Bei rechtzeitiger Behandlung eines ischämischen Schlaganfalls können sich die neurologischen Ausfälle teilweise oder vollständig zurückbilden. Schwere Läsionen oder verzögerter Therapiebeginn können zu dauerhaften Behinderungen führen.
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