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Ein Miotikum ist ein Wirkstoff, der die Pupille des Auges verengt. Es wird vor allem in der Behandlung des Glaukoms (grüner Star) eingesetzt.
Ein Miotikum ist ein Wirkstoff, der die Pupille des Auges verengt. Es wird vor allem in der Behandlung des Glaukoms (grüner Star) eingesetzt.
Ein Miotikum (Plural: Miotika) ist ein pharmakologischer Wirkstoff, der eine Verengung der Pupille (Miosis) bewirkt. Der Begriff leitet sich vom griechischen Wort meioun ab, was so viel wie verkleinern bedeutet. Miotika wirken auf die glatte Muskulatur des Auges und führen zur Kontraktion des Musculus sphincter pupillae, des ringförmigen Schließmuskels der Iris.
In der Augenheilkunde (Ophthalmologie) spielen Miotika eine wichtige therapeutische Rolle, insbesondere bei der Behandlung des erhöhten Augeninnendrucks beim Glaukom (grüner Star).
Miotika verengen die Pupille, indem sie auf unterschiedliche Weise in die Steuerung der Augenmuskulatur eingreifen. Man unterscheidet zwei Hauptgruppen:
Das wichtigste Einsatzgebiet von Miotika ist die Behandlung des Glaukoms, insbesondere des Engwinkelglaukoms und des Offenwinkelglaukoms. Durch die Verengung der Pupille wird der Kammerwinkel des Auges geöffnet, was den Abfluss des Kammerwassers verbessert und den Augeninnendruck senkt. Ein dauerhaft erhöhter Augeninnendruck kann den Sehnerv schädigen und zur Erblindung führen.
Miotika werden in der Augenheilkunde in der Regel als Augentropfen verabreicht. Die Dosierung und Häufigkeit der Anwendung hängt vom jeweiligen Wirkstoff, der Indikation und dem Schweregrad der Erkrankung ab. So wird Pilocarpin häufig in Konzentrationen von 1 % bis 4 % angewendet und je nach Bedarf mehrmals täglich getropft. Die genaue Dosierung sollte stets vom behandelnden Augenarzt festgelegt werden.
Wie alle Arzneimittel können auch Miotika Nebenwirkungen verursachen. Die häufigsten lokalen (am Auge) Nebenwirkungen sind:
Systemische (den gesamten Körper betreffende) Nebenwirkungen sind bei Augentropfen seltener, können aber bei stärkerer Resorption auftreten:
Miotika sollten nicht bei bestimmten Augenerkrankungen wie einer akuten Iritis (Regenbogenhautentzündung) oder einem akuten Engwinkelglaukom ohne vorherige Laserbehandlung angewendet werden. Zudem sollten mögliche Wechselwirkungen mit anderen Augentropfen oder systemischen Medikamenten beachtet werden. Patienten sollten ihren Arzt stets über alle eingenommenen Medikamente informieren.
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