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Das mittlere korpuskuläre Hämoglobin (MCH) gibt an, wie viel Hämoglobin durchschnittlich in einem einzelnen roten Blutkörperchen enthalten ist. Es ist ein wichtiger Blutbildparameter zur Diagnose von Anämien.
Das mittlere korpuskuläre Hämoglobin (MCH) gibt an, wie viel Hämoglobin durchschnittlich in einem einzelnen roten Blutkörperchen enthalten ist. Es ist ein wichtiger Blutbildparameter zur Diagnose von Anämien.
Das mittlere korpuskuläre Hämoglobin (kurz: MCH, englisch: Mean Corpuscular Hemoglobin) ist ein Laborwert aus dem großen Blutbild. Er beschreibt die durchschnittliche Menge an Hämoglobin – dem roten Blutfarbstoff – in einem einzelnen roten Blutkörperchen (Erythrozyt). Hämoglobin ist für den Sauerstofftransport im Blut zuständig, weshalb der MCH-Wert wichtige Hinweise auf die Funktion und Qualität der roten Blutkörperchen gibt.
Der MCH-Wert wird berechnet, indem die gesamte Hämoglobinmenge im Blut durch die Anzahl der roten Blutkörperchen geteilt wird. Die Einheit ist Pikogramm (pg) pro Erythrozyt. Die Formel lautet:
MCH = Hämoglobin (g/dl) ÷ Erythrozytenzahl (Millionen/µl) × 10
Der MCH-Wert wird vom Analysegerät im Labor automatisch berechnet und ist Teil des maschinell erstellten Blutbildes.
Die Referenzbereiche können je nach Labor leicht variieren. Als allgemein anerkannte Normwerte gelten:
Werte außerhalb dieses Bereichs können auf verschiedene Erkrankungen oder Mangelzustände hinweisen.
Ein erhöhter MCH-Wert (über 34 pg) wird als Hyperchromie bezeichnet. Dies bedeutet, dass die roten Blutkörperchen im Durchschnitt mehr Hämoglobin enthalten als üblich. Mögliche Ursachen sind:
Ein erniedrigter MCH-Wert (unter 28 pg) wird als Hypochromie bezeichnet. Die roten Blutkörperchen enthalten dann weniger Hämoglobin als normal. Typische Ursachen sind:
Der MCH-Wert wird in der Regel gemeinsam mit weiteren Erythrozytenindizes bewertet:
Aus der Kombination dieser Werte lassen sich Anämien klassifizieren, z. B. als mikrozytär-hypochrom (klein und hämoglobinarm, typisch für Eisenmangel) oder makrozytär-hyperchrom (groß und hämoglobinreich, typisch für Vitamin-B12-Mangel).
Der MCH-Wert wird routinemäßig im Rahmen eines großen Blutbildes bestimmt. Anlässe können sein:
Die Therapie richtet sich immer nach der zugrunde liegenden Ursache des veränderten MCH-Wertes:
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