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Morbus Dupuytren ist eine gutartige Bindegewebserkrankung der Hand, bei der sich die Palmarfaszie verdickt und Finger dauerhaft in Beugung zieht.
Morbus Dupuytren ist eine gutartige Bindegewebserkrankung der Hand, bei der sich die Palmarfaszie verdickt und Finger dauerhaft in Beugung zieht.
Morbus Dupuytren (auch Dupuytren-Kontraktur genannt) ist eine chronisch fortschreitende Erkrankung der Palmarfaszie – der Bindegewebsschicht in der Handfläche. Dabei kommt es zur krankhaften Vermehrung und Verdickung von Bindegewebe, das sich zu Strängen und Knoten zusammenzieht. Diese Stränge können einen oder mehrere Finger dauerhaft in eine Beugestellung ziehen, sodass sie sich nicht mehr vollständig strecken lassen.
Am häufigsten sind der Ring- und der Kleinfinger betroffen. Die Erkrankung verläuft langsam über Jahre und ist in der Regel schmerzlos, kann aber die Handfunktion erheblich einschränken.
Die genaue Ursache von Morbus Dupuytren ist noch nicht vollständig geklärt. Folgende Faktoren erhöhen das Erkrankungsrisiko:
Die Erkrankung entwickelt sich schleichend und verläuft meist in mehreren Stadien:
Die Diagnose wird überwiegend klinisch gestellt. Der Arzt untersucht die Hand und beurteilt die Beugekontraktur der Finger. Ein wichtiger Test ist der Tischplattentest (Hueston-Test): Kann die Hand flach auf eine Tischfläche gelegt werden, ist keine behandlungsbedürftige Kontraktur vorhanden. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder MRT werden selten benötigt, können jedoch zur genauen Beurteilung des Gewebebefundes eingesetzt werden.
Die Einteilung des Schweregrads erfolgt häufig nach der Tubiana-Klassifikation, die den Gesamtbeugewinkel aller betroffenen Gelenke berücksichtigt.
Im frühen Stadium und bei geringer Beeinträchtigung kann eine abwartende Haltung eingenommen werden. Physiotherapie und Dehnungsübungen können die Beweglichkeit erhalten, heilen die Erkrankung jedoch nicht.
Durch die Injektion eines bakteriellen Enzyms (Clostridium-histolyticum-Kollagenase) in den Bindegewebsstrang wird dieser aufgeweicht und kann anschließend durch den Arzt manuell gebrochen werden. Diese minimal-invasive Methode eignet sich für ausgewählte Patienten, ist jedoch derzeit in einigen Ländern nicht mehr verfügbar.
Hierbei wird der verdickte Strang mit einer feinen Nadel durchtrennt. Der Eingriff ist ambulant möglich und wenig invasiv, hat aber eine höhere Rückfallrate als die operative Therapie.
Bei fortgeschrittener Erkrankung ist die operative Entfernung des erkrankten Bindegewebes (Fasziektomie) die Standardbehandlung. Je nach Ausmaß der Erkrankung wird zwischen partieller und totaler Fasziektomie unterschieden. Die Nachbehandlung umfasst Physiotherapie und das Tragen einer Schiene.
Morbus Dupuytren kann nach allen Behandlungen zurückkehren. Die Rezidivrate ist nach Nadelbehandlung am höchsten, nach operativer Fasziektomie am geringsten, aber nicht null.
Die Erkrankung ist gutartig und gefährdet nicht das Leben des Patienten. Ohne Behandlung schreitet die Kontraktur jedoch fort und kann die Handfunktion dauerhaft einschränken. Frühzeitige Behandlung verbessert das funktionelle Ergebnis. Eine vollständige Heilung ist nicht immer möglich, eine deutliche Verbesserung der Beweglichkeit jedoch häufig erreichbar.
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