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Morbus Osgood-Schlatter ist eine Wachstumsstörung am Knie, die überwiegend Kinder und Jugendliche betrifft. Sie verursacht Schmerzen und Schwellungen unterhalb der Kniescheibe.
Morbus Osgood-Schlatter ist eine Wachstumsstörung am Knie, die überwiegend Kinder und Jugendliche betrifft. Sie verursacht Schmerzen und Schwellungen unterhalb der Kniescheibe.
Morbus Osgood-Schlatter ist eine häufige, nicht-entzündliche Erkrankung des wachsenden Skeletts, die vor allem Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 16 Jahren betrifft. Sie äußert sich durch Schmerzen und eine sichtbare Vorwölbung direkt unterhalb der Kniescheibe, an der sogenannten Tuberositas tibiae – dem knochigen Vorsprung am Schienbeinknochen, an dem die Kniescheibensehne ansetzt.
Die Erkrankung ist nach den beiden Ärzten Robert Bayley Osgood (USA) und Carl Schlatter (Schweiz) benannt, die sie unabhängig voneinander im Jahr 1903 erstmals beschrieben haben.
Die Ursache von Morbus Osgood-Schlatter liegt in einer Überlastung des noch nicht vollständig verknocherten Knochenkerns an der Tuberositas tibiae während der Wachstumsphase. Folgende Faktoren begünstigen die Entstehung:
Die Beschwerden bei Morbus Osgood-Schlatter sind typisch und gut erkennbar:
In der Regel ist nur ein Knie betroffen, in etwa 20–30 % der Fälle können aber beide Knie gleichzeitig erkranken.
Die Diagnose wird in den meisten Fällen klinisch gestellt, das heißt anhand der typischen Beschwerden und der körperlichen Untersuchung. Der Arzt tastet gezielt die Tuberositas tibiae ab und prüft, ob Druck- und Belastungsschmerz vorhanden sind.
Zusätzlich kann eine Röntgenaufnahme des Kniegelenks durchgeführt werden, um andere Erkrankungen auszuschließen und den Zustand des Knochenkerns zu beurteilen. Ein Ultraschall oder eine MRT-Untersuchung (Magnetresonanztomographie) kann in un klaren Fällen zusätzliche Informationen liefern, ist aber meist nicht notwendig.
Morbus Osgood-Schlatter heilt in den meisten Fällen mit dem Abschluss des Knochen wachstums von selbst ab. Die Behandlung zielt darauf ab, die Beschwerden zu lindern und eine Überlastung zu vermeiden.
Ein chirurgischer Eingriff ist nur in sehr seltenen Fällen notwendig, etwa wenn ein freier Knochenspan entstanden ist oder die Beschwerden auch nach dem Wachstumsabschluss anhalten. Dabei wird der betroffene Knochenanteil operativ entfernt.
Die Prognose von Morbus Osgood-Schlatter ist ausgesprochen gut. Die Mehrzahl der Betroffenen wird nach dem Ende des Wachstums vollständig beschwerdefrei. Ein bleibender knöcherner Höcker an der Tuberositas tibiae kann jedoch auch nach dem Ausheilen bestehen bleiben. Bei konsequenter Behandlung und angepasster Belastung sind bleibende Schäden am Kniegelenk sehr selten.
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