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Morbus Sudeck ist eine schmerzhafte Erkrankung des Nervensystems, die meist nach Verletzungen auftritt und zu starken Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen führt.
Morbus Sudeck ist eine schmerzhafte Erkrankung des Nervensystems, die meist nach Verletzungen auftritt und zu starken Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen führt.
Morbus Sudeck, heute offiziell als Komplexes Regionales Schmerzsyndrom (CRPS) bezeichnet, ist eine chronische Schmerzerkrankung, die vorwiegend eine Extremität – häufig Arm oder Bein – betrifft. Die Erkrankung ist nach dem deutschen Chirurgen Paul Sudeck benannt, der sie erstmals im Jahr 1900 beschrieb. Sie ist gekennzeichnet durch anhaltende, oft unverhältnismäßig starke Schmerzen, die über das normale Maß einer ursprünglichen Verletzung oder eines Eingriffs hinausgehen.
Morbus Sudeck tritt häufig nach Verletzungen oder chirurgischen Eingriffen auf, kann aber auch ohne erkennbaren Auslöser entstehen. Zu den häufigsten Ursachen und Risikofaktoren gehören:
Die genaue Ursache ist noch nicht vollständig geklärt. Es wird vermutet, dass eine Fehlfunktion des Nervensystems – sowohl des zentralen als auch des peripheren Nervensystems – sowie eine überschießende Entzündungsreaktion eine wesentliche Rolle spielen.
Die Symptome von Morbus Sudeck können sich in drei Stadien entwickeln und umfassen:
Zusätzliche Beschwerden können Hypersensibilität (übermäßige Schmerzempfindlichkeit), veränderte Schweissproduktion und Haarwuchs sowie psychische Belastungen wie Angst und Depression sein.
Die Diagnose von Morbus Sudeck erfolgt hauptsächlich klinisch, da es keinen einzelnen diagnostischen Test gibt. Ärzte stützen sich auf:
Eine frühzeitige Behandlung ist entscheidend für den Heilungserfolg. Der Therapieansatz ist multidisziplinär und umfasst:
Gezielte Bewegungsübungen und Desensibilisierungstherapien helfen dabei, die Funktion der betroffenen Extremität wiederherzustellen und Schmerzen zu reduzieren.
Da chronische Schmerzen häufig mit psychischen Belastungen verbunden sind, ist eine psychologische Begleitung ein wichtiger Bestandteil der Behandlung.
Die Prognose hängt stark vom Zeitpunkt des Therapiebeginns ab. Bei frühzeitiger Behandlung ist eine vollständige Erholung möglich. Chronische Verläufe mit dauerhaften Einschränkungen sind jedoch nicht selten, insbesondere wenn die Erkrankung spät erkannt wird.
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