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Die MPFL-Rekonstruktion ist ein chirurgischer Eingriff zur Wiederherstellung des medialen patellofemoralen Ligaments am Knie, um rezidivierende Kniescheibenausrenkungen zu behandeln.
Die MPFL-Rekonstruktion ist ein chirurgischer Eingriff zur Wiederherstellung des medialen patellofemoralen Ligaments am Knie, um rezidivierende Kniescheibenausrenkungen zu behandeln.
Die MPFL-Rekonstruktion (Rekonstruktion des medialen patellofemoralen Ligaments) ist ein operativer Eingriff, bei dem das mediale patellofemorale Ligament – ein wichtiges Halteband an der Innenseite des Kniegelenks – wiederhergestellt oder neu aufgebaut wird. Dieses Band verbindet die Kniescheibe (Patella) mit dem innenseitigen Oberschenkelknochen (Femur) und verhindert, dass die Kniescheibe nach außen ausluxiert (herausspringt). Wenn dieses Band durch eine Verletzung oder wiederholte Ausrenkungen geschädigt ist, kann es seine stabilisierende Funktion nicht mehr erfüllen.
Die Operation wird vor allem bei Patienten empfohlen, die unter rezidivierenden Patellaluxationen leiden, also unter wiederholten Ausrenkungen der Kniescheibe. Typische Indikationen sind:
Das mediale patellofemorale Ligament (MPFL) ist ein dünnes, aber funktionell bedeutsames Band auf der Innenseite des Kniegelenks. Es verläuft von der medialen (inneren) Kante der Patella zum medialen Epikondylus des Femurs. Biomechanische Studien zeigen, dass das MPFL bei der Kniescheibenstabilisierung bis zu 60 % des medialen Haltewiderstands übernimmt. Bei einer Luxation der Patella nach lateral (außen) reißt dieses Band fast immer.
Die MPFL-Rekonstruktion wird in der Regel in Vollnarkose oder Spinalnästhesie durchgeführt und dauert etwa 45 bis 90 Minuten. Der genaue operative Ablauf variiert je nach Technik und Chirurg, läuft aber typischerweise wie folgt ab:
Die Nachbehandlung ist entscheidend für den Operationserfolg. Sie umfasst in der Regel folgende Phasen:
Teilbelastung mit Unterarmgeh-Hilfen, Bewegungsschiene (CPM), Lymphdrainage und Eistherapie zur Schwellungsreduktion sowie isometrische Übungen zur Muskelaktivierung.
Vollbelastung, Aufbau von Kraft und Koordination, Radfahren auf dem Ergometer, gezielte Physiotherapie zur Stärkung des Musculus vastus medialis obliquus (VMO), der die Kniescheibe aktiv stabilisiert.
Lauftraining, sportartspezifische Übungen, propriozeptives Training. Die Rückkehr zum Wettkampfsport ist in der Regel nach 6–9 Monaten möglich.
Die MPFL-Rekonstruktion zeigt in der medizinischen Literatur sehr gute Ergebnisse. Studien berichten von einer Erfolgsrate von über 90 % hinsichtlich der Vermeidung erneuter Luxationen. Die meisten Patienten erreichen eine vollständige Rückkehr zu sportlichen Aktivitäten. Voraussetzung für ein gutes Ergebnis ist eine korrekte Patientenauswahl, eine technisch einwandfreie Operation und eine konsequente Rehabilitation.
Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen auch bei der MPFL-Rekonstruktion Risiken:
Das Gesamtrisiko für schwerwiegende Komplikationen ist bei erfahrenen Operateuren gering.
Neben der Rekonstruktion gibt es weitere operative Verfahren zur Behandlung der Patellaluxation, z. B. die MPFL-Raffung (Plikation) bei partiellen Rupturen, die Trochleaplastik bei Trochleadysplasie oder die Tuberositas-tibiae-Versetzung (TTT) bei verändertem Tibiatubercle-Trochlear-Groove-Abstand (TT-TG). Häufig werden diese Verfahren mit der MPFL-Rekonstruktion kombiniert, wenn mehrere anatomische Ursachen vorliegen.
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