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Mundfäule (Stomatitis aphthosa) ist eine schmerzhafte Virusinfektion im Mund, die vor allem Kleinkinder betrifft und durch Herpes-simplex-Viren ausgelöst wird.
Mundfäule (Stomatitis aphthosa) ist eine schmerzhafte Virusinfektion im Mund, die vor allem Kleinkinder betrifft und durch Herpes-simplex-Viren ausgelöst wird.
Mundfäule, medizinisch als Stomatitis aphthosa oder Gingivostomatitis herpetica bezeichnet, ist eine Entzündung der Mundschleimhaut, die durch das Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV-1) verursacht wird. Sie tritt vor allem bei Kleinkindern zwischen sechs Monaten und fünf Jahren auf, kann jedoch grundsätzlich in jedem Alter vorkommen. Die Erkrankung ist die häufigste Form einer primären Herpes-simplex-Infektion im Mundbereich.
Die Mundfäule wird durch eine Erstinfektion mit dem Herpes-simplex-Virus Typ 1 ausgelöst. Das Virus wird durch direkten Kontakt mit infiziertem Speichel oder Schmierinfektionen übertragen, beispielsweise durch Küssen, gemeinsames Benutzen von Besteck oder das Berühren des Mundes mit kontaminierten Händen. Das Virus ist hochansteckend, besonders in den ersten Tagen der Erkrankung.
Die Symptome der Mundfäule sind in der Regel deutlich ausgeprägt und können das Allgemeinbefinden stark beeinträchtigen. Typische Beschwerden umfassen:
Die Erkrankung dauert in der Regel ein bis drei Wochen und heilt in den meisten Fällen folgenlos ab. Nach der Erstinfektion verbleibt das Virus dauerhaft im Körper und kann später als Lippenherpes (Herpes labialis) wieder auftreten.
Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine klinische Untersuchung des Mundes durch einen Arzt oder Zahnarzt. Das typische Erscheinungsbild der Bläschen und Geschwüre in Verbindung mit Fieber und dem Alter des Patienten reicht meist für eine eindeutige Diagnosestellung aus. In unklaren Fällen kann ein Abstrich der Mundschleimhaut entnommen und labordiagnostisch auf HSV-1 untersucht werden.
Eine spezifische ursächliche Behandlung gegen das Virus steht nur eingeschränkt zur Verfügung. Die Therapie zielt vor allem auf die Linderung der Symptome ab:
Bei starker Trinkverweigerung und Zeichen einer Dehydration, insbesondere bei Kleinkindern, ist eine ärztliche Behandlung dringend notwendig, da in solchen Fällen eine Infusion im Krankenhaus erforderlich sein kann.
Da das Herpes-simplex-Virus sehr verbreitet ist, lässt sich eine Erstinfektion kaum vollständig vermeiden. Dennoch können einfache Hygienemaßnahmen das Übertragungsrisiko senken:
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