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Mutterkraut (Tanacetum parthenium) ist eine Heilpflanze, die traditionell bei Migräne, Fieber und Entzündungen eingesetzt wird und über entzündungshemmende Wirkstoffe verfügt.
Mutterkraut (Tanacetum parthenium) ist eine Heilpflanze, die traditionell bei Migräne, Fieber und Entzündungen eingesetzt wird und über entzündungshemmende Wirkstoffe verfügt.
Mutterkraut (botanischer Name: Tanacetum parthenium, auch bekannt als Chrysanthemum parthenium) ist eine mehrjährige Heilpflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Pflanze stammt ursprünglich aus dem südosteuropäischen und westasiatischen Raum und wird heute weltweit angebaut. Sie ist leicht an ihren weiß-gelben, gänseblümchenartig aussehenden Blüten und ihrem charakteristischen, etwas bitteren Geruch zu erkennen. In der Volksmedizin hat Mutterkraut eine jahrhundertelange Geschichte als Mittel gegen Kopfschmerzen, Fieber und Gebärmuттerbeschwerden – worauf auch der deutsche Name hinweist.
Der wichtigste Wirkstoff des Mutterkrauts ist Parthenolid, ein Sesquiterpenlacton, das vor allem in den Blättern der Pflanze konzentriert ist. Daneben enthält Mutterkraut weitere Sesquiterpenlactone, Flavonoide sowie ätherische Öle.
Historisch wurde Mutterkraut seit der Antike in der europäischen Volksmedizin genutzt. Im Mittelalter galt es als Allheilmittel gegen Fieber, Kopfschmerzen und Menstruationsbeschwerden. Der englische Botaniker John Parkinson erwähnte die Pflanze im 17. Jahrhundert als wirksames Mittel gegen alle Arten von Schmerzen im Kopf. In der traditionellen Medizin wurde Mutterkraut eingesetzt bei:
Die bekannteste und am besten untersuchte Anwendung von Mutterkraut ist die Vorbeugung von Migräneanfällen. Mehrere klinische Studien deuten darauf hin, dass die regelmäßige Einnahme von Mutterkraut-Extrakten die Häufigkeit und Intensität von Migräneanfällen reduzieren kann. Die Datenlage ist insgesamt vielversprechend, jedoch noch nicht einheitlich, weshalb Mutterkraut in den meisten Leitlinien nur als ergänzende Maßnahme empfohlen wird.
In Deutschland und der EU ist Mutterkraut als pflanzliches Arzneimittel (Traditional Herbal Medicinal Product, THMP) zugelassen, das zur Vorbeugung von Migränekopfschmerzen eingesetzt werden darf, wenn eine ärztliche Diagnose der Migräne vorliegt.
Die Dosierung von Mutterkraut-Präparaten richtet sich nach dem Parthenolid-Gehalt des jeweiligen Produkts. Allgemein empfohlene Richtwerte für die Migräneprophylaxe sind:
Mutterkraut ist in Form von Kapseln, Tabletten, Trockenextrakten und gelegentlich als Frischpflanzenprodukt erhältlich. Die Selbstmedikation mit frischen Blättern ist aufgrund des unangenehmen Geschmacks und schwankender Wirkstoffgehalte weniger empfehlenswert.
Mutterkraut gilt bei bestimmungsgemäßer Anwendung als gut verträglich, kann jedoch in einigen Fällen unerwartete Reaktionen hervorrufen:
Mutterkraut sollte in folgenden Situationen nicht eingenommen werden:
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