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Mycosis fungoides ist das häufigste primäre kutane T-Zell-Lymphom, ein seltener Hautkrebs, der langsam fortschreitet und Haut, Lymphknoten und innere Organe befallen kann.
Mycosis fungoides ist das häufigste primäre kutane T-Zell-Lymphom, ein seltener Hautkrebs, der langsam fortschreitet und Haut, Lymphknoten und innere Organe befallen kann.
Mycosis fungoides ist die häufigste Form des primären kutanen T-Zell-Lymphoms (CTCL), einer seltenen Gruppe von Non-Hodgkin-Lymphomen, die ihren Ursprung in der Haut haben. Die Erkrankung betrifft vor allem ältere Erwachsene und verläuft in den meisten Fällen sehr langsam (chronisch-indolent). Trotz des Namens handelt es sich nicht um eine Pilzerkrankung – der Begriff wurde historisch aufgrund des pilzartigen Aussehens mancher Hauttumoren geprägt.
Die genaue Ursache von Mycosis fungoides ist noch nicht vollständig geklärt. Es wird eine maligne (bösartige) Entartung von reifen CD4-positiven T-Lymphozyten angenommen, die sich in der Haut ansiedeln. Mögliche beteiligte Faktoren sind:
Männer erkranken etwa doppelt so häufig wie Frauen. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei etwa 55 bis 60 Jahren.
Mycosis fungoides entwickelt sich typischerweise über mehrere Jahre bis Jahrzehnte und durchläuft klassischerweise drei Hauptstadien:
Flache, rötlich-bräunliche, oft schuppende Hautstellen, die Ekzemen oder Schuppenflechte ähneln. Diese Flecken befinden sich häufig an nicht sonnenexponierten Stellen wie Gesäß und Rumpf. Juckreiz ist häufig.
Die Hautveränderungen werden dicker, erhabener und nehmen eine rötlich-violette Färbung an (Plaques). Der Juckreiz kann sich intensivieren. In diesem Stadium ist die Diagnose oft leichter zu stellen.
Es bilden sich erhabene, pilzförmige Knoten und Tumoren, die ulzerieren (aufbrechen) können. In diesem fortgeschrittenen Stadium können Lymphknoten und innere Organe befallen werden.
Eine besondere aggressive Variante ist das Sézary-Syndrom, bei dem Tumorzellen auch im Blut nachweisbar sind und eine großflächige Rötung der gesamten Haut (Erythrodermie) vorliegt.
Die Diagnose von Mycosis fungoides ist oft schwierig, da die frühen Stadien anderen Hauterkrankungen sehr ähneln. Folgende Untersuchungen werden eingesetzt:
Die Stadieneinteilung erfolgt nach dem TNMB-System (Tumor, Lymphknoten, Metastasen, Blut), das speziell für kutane Lymphome entwickelt wurde.
Die Therapie richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung. Da Mycosis fungoides oft jahrzehntelang im Frühstadium verbleibt, steht in vielen Fällen die Lebensqualität im Vordergrund:
Die Prognose hängt stark vom Stadium bei Diagnosestellung ab. Die meisten Patienten im Frühstadium haben eine nahezu normale Lebenserwartung. Im fortgeschrittenen Tumor-Stadium oder bei Organbefall ist die Prognose deutlich schlechter. Eine Heilung ist in frühen Stadien selten möglich, jedoch kann die Erkrankung oft über viele Jahre kontrolliert werden.
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