Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Menü
Premium Nahrungsergänzungsmittel | artgerecht

Myelosuppression: Ursachen, Symptome & Behandlung

Myelosuppression bezeichnet die Hemmung der Blutbildung im Knochenmark. Sie tritt häufig als Nebenwirkung von Chemotherapie oder Strahlentherapie auf und kann zu ernsthaften Komplikationen führen.

Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen
Lexikon Navigation

Wissenswertes über "Myelosuppression"

Myelosuppression bezeichnet die Hemmung der Blutbildung im Knochenmark. Sie tritt häufig als Nebenwirkung von Chemotherapie oder Strahlentherapie auf und kann zu ernsthaften Komplikationen führen.

Was ist Myelosuppression?

Myelosuppression bezeichnet die Unterdrückung oder Hemmung der Blutbildung (Hämatopoese) im Knochenmark. Dabei wird die Produktion von Blutzellen – darunter rote Blutkörperchen (Erythrozyten), weiße Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten) – vermindert oder vollständig gestört. Die Folge ist ein Mangel an diesen lebenswichtigen Zellen im Blut, was zu schwerwiegenden gesundheitlichen Komplikationen führen kann.

Ursachen

Myelosuppression kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden:

  • Chemotherapie: Zytostatika schädigen neben Tumorzellen auch die schnell teilenden Stammzellen im Knochenmark.
  • Strahlentherapie: Bestrahlung von Knochenmarkbereichen hemmt die Blutbildung direkt.
  • Medikamente: Bestimmte Antibiotika, Antirheumatika oder Immunsuppressiva können das Knochenmark beeinträchtigen.
  • Virusinfektionen: Einige Viren wie das Epstein-Barr-Virus oder das Parvovirus B19 können die Blutbildung stören.
  • Hämatologische Erkrankungen: Erkrankungen wie aplastische Anämie, Leukämie oder myelodysplastische Syndrome beeinflussen das Knochenmark direkt.
  • Autoimmunerkrankungen: Das Immunsystem kann in manchen Fällen die eigenen Knochenmarkzellen angreifen.

Symptome

Die Symptome der Myelosuppression hängen davon ab, welche Blutzellen betroffen sind:

Mangel an roten Blutkörperchen (Anämie)

  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Blässe
  • Kurzatmigkeit
  • Schwindel

Mangel an weißen Blutkörperchen (Neutropenie / Leukopenie)

  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Wiederholte oder schwere Infektionen
  • Fieber ohne erkennbare Ursache

Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie)

  • Verstärkte Blutungsneigung
  • Blaue Flecken (Hämatome) ohne erkennbare Ursache
  • Petechien (kleine punktförmige Blutungen unter der Haut)
  • Verlängerte Blutungszeit bei Verletzungen

Diagnose

Die Diagnose einer Myelosuppression erfolgt in erster Linie durch Blutuntersuchungen:

  • Großes Blutbild: Erfassung der Anzahl und Zusammensetzung aller Blutzellen.
  • Differentialblutbild: Detaillierte Analyse der weißen Blutkörperchen.
  • Knochenmarkpunktion oder -biopsie: Bei unklaren Befunden kann eine Gewebeprobe aus dem Knochenmark entnommen werden, um die Ursache genauer zu bestimmen.
  • Retikulozytenbestimmung: Messung unreifer roter Blutkörperchen zur Beurteilung der Knochenmarkaktivität.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad der Myelosuppression:

Unterstützende Therapie

  • Bluttransfusionen: Bei schwerer Anämie können Erythrozytenkonzentrate verabreicht werden.
  • Thrombozytenkonzentrate: Bei stark erniedrigten Blutplättchen zur Vorbeugung von Blutungen.
  • Wachstumsfaktoren: G-CSF (Granulozyten-Kolonie-stimulierender Faktor) oder Erythropoetin regen die Blutbildung im Knochenmark an.

Behandlung der Ursache

  • Anpassung oder Unterbrechung der auslösenden Chemotherapie oder Medikamente.
  • Antibiotikagabe bei Infektionen infolge von Neutropenie (febrile Neutropenie).
  • Immunsuppressive Therapie bei autoimmun bedingter Myelosuppression.
  • Stammzelltransplantation bei schweren oder dauerhaften Knochenmarkschäden.

Infektionsprophylaxe

Patienten mit stark geschwächtem Immunsystem sollten besondere Hygienemaßnahmen einhalten und ggf. prophylaktisch Antibiotika oder Antimykotika erhalten, um schwere Infektionen zu vermeiden.

Quellen

  1. Leitlinienprogramm Onkologie: S3-Leitlinie Supportive Therapie bei onkologischen Patienten (2023). Deutsche Krebsgesellschaft, AWMF.
  2. Kaushansky K. et al. (Hrsg.): Williams Hematology, 9. Auflage. McGraw-Hill Education, 2016.
  3. Weltgesundheitsorganisation (WHO): WHO Model List of Essential Medicines – Supportive and palliative care medicines (2023). Verfügbar unter: www.who.int

Meistgekaufte Produkte

natural iron supplement premium plantderived mineralcomplex?ts=1751927698

Durchschnittliche Bewertung von 4.94 von 5 Sternen

Natural Iron CLN® | Eisen Komplex
Speziell formuliert für Deinen Eisenhaushalt mit pflanzlichem Curryblatt-Eisen, Lactoferrin CLN® und natürlichem Vitamin C
UV-Glas
Laborgeprüft
Ohne Gentechnik
Ohne Zusatzstoffe
Kölner Liste
Glutenfrei
Laktosefrei
30 Kapseln
30 Kapseln
Regulärer Preis: 35,90 €
Produkt Anzahl: Gib den gewünschten Wert ein oder benutze die Schaltflächen um die Anzahl zu erhöhen oder zu reduzieren.
lactoferrin kapseln 60 premium eisenbindung immunschutz laktosefrei milch?ts=1751997240

Durchschnittliche Bewertung von 4.85 von 5 Sternen

Lactoferrin CLN® 400 mg (60 Stk.)

Der universelle Immunschutz

Als eines der wertvollsten körpereigenen Immunproteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des Immunsystems
UV-Glas
Laborgeprüft
Ohne Gentechnik
Ohne Zusatzstoffe
Kölner Liste
Laktosefrei
Höchste Reinheit
60 Kapseln
60 Kapseln
Regulärer Preis: 59,90 €
Produkt Anzahl: Gib den gewünschten Wert ein oder benutze die Schaltflächen um die Anzahl zu erhöhen oder zu reduzieren.
floral fresh mint kapseln?ts=1726594235

Durchschnittliche Bewertung von 4.96 von 5 Sternen

Floral | Probiotische Zahnprophylaxe

Für eine gesunde Mundflora & Zahnpflege

Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac®, probiotischen Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®
Laborgeprüft
Ohne Gentechnik
Kölner Liste
Laktosefrei
Zahnfreundlich
Höchste Reinheit
30 Lutschtabletten
Regulärer Preis: 22,90 €
Produkt Anzahl: Gib den gewünschten Wert ein oder benutze die Schaltflächen um die Anzahl zu erhöhen oder zu reduzieren.

Die neusten Einträge

3 Beiträge in dieser Lexikon Kategorie

Migräne aura

Die Miräne Aura ist eine vorübergehende neurologische Störung, die bei manchen Migränepatienten vor oder während des Kopfschmerzes auftritt.

Filoviridae

Filoviridae sind eine Familie fadenförmiger RNA-Viren, zu der das Ebola- und das Marburg-Virus gehören. Sie verursachen schwere hämorrhagische Fieber mit hoher Sterblichkeit.

Bundibugyo-Ebolavirus

Das Bundibugyo-Ebolavirus (BDBV) ist eine von mehreren Spezies des Ebolavirus und verursacht das Bundibugyo-Ebola-Viruskrankheit, eine schwere hämorrhagische Fiebererkrankung.

Verwandte Suchbegriffe: Myelosuppression