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Ein Nabelgranulom ist eine gutartige Gewebewucherung am Nabel von Neugeborenen, die nach dem Abfallen der Nabelschnur entstehen kann. Es zeigt sich als rötliches, feuchtes Knötchen und ist gut behandelbar.
Ein Nabelgranulom ist eine gutartige Gewebewucherung am Nabel von Neugeborenen, die nach dem Abfallen der Nabelschnur entstehen kann. Es zeigt sich als rötliches, feuchtes Knötchen und ist gut behandelbar.
Ein Nabelgranulom (medizinisch: Granuloma umbilici) ist eine häufige, gutartige Gewebewucherung am Nabel von Neugeborenen. Es entsteht, wenn sich nach dem Abfallen der Nabelschnur überschießendes Granulationsgewebe – also weiches, neu gebildetes Bindegewebe – bildet, anstatt dass die Wunde normal verheilt. Das Granulom sieht aus wie ein kleines, rötliches oder rosafarbenes, feuchtes Knötchen im Nabel und ist in der Regel nicht schmerzhaft.
Die genaue Ursache für die Entstehung eines Nabelgranuloms ist nicht vollständig geklärt. Folgende Faktoren begünstigen seine Entstehung:
Das Nabelgranulom tritt bei etwa 1 von 500 Neugeborenen auf und gilt als eine der häufigsten Erkrankungen des Nabels im Säuglingsalter.
Typische Merkmale eines Nabelgranuloms sind:
Ein Nabelgranulom heilt ohne Behandlung in der Regel nicht von selbst ab. Bei Zeichen einer Infektion – wie Rötung der umliegenden Haut, Übewärmung, übelriechende Absonderungen oder Fieber – sollte umgehend eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden, da eine Nabelentzündung (Omphalitis) vorliegen könnte, die einer sofortigen Behandlung bedarf.
Die Diagnose eines Nabelgranuloms wird in der Regel durch eine klinische Untersuchung gestellt. Die Ärztin oder der Arzt beurteilt das Aussehen und die Beschaffenheit des Knötchens. Wichtig ist die Abgrenzung von anderen Erkrankungen:
In Zweifelsfällen kann eine Ultraschalluntersuchung oder eine Gewebeprobe zur Sicherung der Diagnose durchgeführt werden.
Die Behandlung des Nabelgranuloms ist in der Regel einfach und wirksam. Folgende Methoden werden eingesetzt:
Die häufigste Behandlungsmethode ist die Kauterisierung mit Silbernitrat. Dabei wird das überschießende Gewebe mit einem Silbernitratstäbchen chemisch verlödert (verbrannt). Dies führt zur Zerstörung des Granulomgewebes. Die Behandlung wird meist in 1–3 Sitzungen beim Kinderarzt durchgeführt und ist für das Kind kaum schmerzhaft, da das Granulomgewebe keine Schmerznerven enthält. Die Haut um den Nabel muss dabei sorgfältig geschützt werden, da Silbernitrat zur Verfärbung der Haut führen kann.
Neuere Studien zeigen, dass das regelmäßige Auftragen von hoch konzentrierter Kochsalzlösung (NaCl) eine sichere und wirksame Alternative zur Silbernitratkauterisierung sein kann. Diese Methode kann von Eltern zu Hause nach ärztlicher Anleitung angewendet werden.
In seltenen Fällen, bei sehr großen oder hartnäckigen Granulomen, kann eine operative Entfernung notwendig sein.
Bei sehr kleinen Granulomen kann in manchen Fällen auch ein abwartendes Vorgehen mit regelmäßiger Kontrolle sinnvoll sein, da sich einige Granulome spontan zurückbilden können.
Eine sorgfältige Nabelpflege kann das Risiko der Entstehung eines Nabelgranuloms verringern:
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