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Nabelschnurblut ist das Blut, das nach der Geburt in der Nabelschnur und der Plazenta verbleibt. Es enthält wertvolle Stammzellen und wird für medizinische Therapien genutzt.
Nabelschnurblut ist das Blut, das nach der Geburt in der Nabelschnur und der Plazenta verbleibt. Es enthält wertvolle Stammzellen und wird für medizinische Therapien genutzt.
Nabelschnurblut bezeichnet das Blut, das nach der Geburt eines Kindes in der Nabelschnur und der Plazenta (Mutterkuchen) zurückbleibt. Dieses Blut ist besonders wertvoll, da es eine hohe Konzentration an hämatopoetischen Stammzellen enthält – also Stammzellen, die in der Lage sind, alle Arten von Blutzellen zu bilden. Normalerweise wird die Nabelschnur nach der Geburt durchtrennt und das darin enthaltene Blut würde verworfen werden. Durch eine gezielte Entnahme kann es jedoch für medizinische Zwecke genutzt oder eingelagert werden.
Nabelschnurblut unterscheidet sich in mehreren Punkten von normalem Erwachsenenblut:
Die Entnahme von Nabelschnurblut erfolgt unmittelbar nach der Geburt des Kindes und nach dem Durchtrennen der Nabelschnur. Das Blut wird steril in einen speziellen Beutel geleitet. Der Vorgang dauert nur wenige Minuten und ist vollkommen schmerzlos. Anschließend wird die Probe in einem Labor aufbereitet und tiefgefroren eingelagert. Es gibt zwei Formen der Einlagerung:
Nabelschnurblutspenden werden bereits seit den 1980er Jahren in der Medizin eingesetzt. Die wichtigsten Anwendungsgebiete sind:
Die Forschung rund um Nabelschnurblut entwickelt sich kontinuierlich weiter. Wissenschaftler untersuchen den Einsatz von Nabelschnurblut-Stammzellen in der regenerativen Medizin, beispielsweise bei neurologischen Erkrankungen wie Zerebralparese oder Autismus-Spektrum-Störungen. Diese Anwendungen befinden sich jedoch noch weitgehend im experimentellen Stadium und sind nicht Teil der Standardtherapie. Darüber hinaus wird die Nutzung mesenchymaler Stammzellen aus der Wharton-Sulze der Nabelschnur (dem gallertartigen Bindegewebe) erforscht.
Viele medizinische Fachgesellschaften, darunter die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und die American Academy of Pediatrics (AAP), empfehlen die öffentliche Spende von Nabelschnurblut, sofern kein spezifisches familiäres Risiko vorliegt. Die private Einlagerung ohne konkreten medizinischen Bedarf wird von den meisten Fachgesellschaften nicht routinemäßig empfohlen, da die Wahrscheinlichkeit einer späteren Nutzung sehr gering ist.
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