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Die Nabelvenenpunktion ist ein medizinisches Verfahren, bei dem eine Nadel in die Nabelvene eingeführt wird, um Blut zu entnehmen oder Medikamente zu verabreichen.
Die Nabelvenenpunktion ist ein medizinisches Verfahren, bei dem eine Nadel in die Nabelvene eingeführt wird, um Blut zu entnehmen oder Medikamente zu verabreichen.
Die Nabelvenenpunktion ist ein invasives medizinisches Verfahren, bei dem eine dünne Nadel oder ein Katheter gezielt in die Nabelvene (Vena umbilicalis) eingeführt wird. Dieses Verfahren wird sowohl in der Neugeborenenmedizin (Neonatologie) als auch in der Pränataldiagnostik eingesetzt. Die Nabelvene ist ein Blutgefäß, das beim Fötus sauerstoffreiches Blut von der Plazenta zur Leber und zum Herzen transportiert. Nach der Geburt verschließt sie sich innerhalb weniger Tage und wird als Ligamentum teres hepatis zum Band.
Bei Neugeborenen, insbesondere bei Frühgeborenen oder kritisch kranken Kindern, wird die Nabelvenenpunktion häufig genutzt, um rasch einen venösen Zugang zu schaffen. Dieser sogenannte Nabelvenenkatheter (NVK) ermöglicht:
Beim ungeborenen Kind kann die Nabelvenenpunktion im Rahmen der Fetalblutentnahme (Cordocentese) durchgeführt werden. Dabei wird unter Ultraschallkontrolle eine Nadel durch die Bauchdecke der Mutter in die Nabelvene des Fötus eingeführt. Indikationen hierfür sind:
Beim Neugeborenen wird die Nabelvene kurz nach der Geburt punktiert, solange der Nabelschnurstumpf noch weich und offen ist – in der Regel innerhalb der ersten 24 bis 72 Stunden nach der Geburt. Unter sterilen Bedingungen wird ein dünner Katheter in die Nabelvene eingeführt und bis in die untere Hohlvene (Vena cava inferior) oder den rechten Vorhof des Herzens vorgeschoben. Die korrekte Lage wird mittels Röntgenkontrolle oder Echokardiographie überprüft.
Die Cordocentese wird in der Regel zwischen der 18. und 36. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Unter kontinuierlicher Ultraschallführung wird eine feine Nadel durch die Bauchdecke der Mutter in die Nabelschnur eingeführt und Blut aus der Nabelvene entnommen oder eine Therapie eingeleitet. Der Eingriff erfolgt unter lokaler Betäubung der Bauchdecke.
Wie bei jedem invasiven Eingriff sind auch bei der Nabelvenenpunktion Risiken zu berücksichtigen:
Absolute Kontraindikationen für einen Nabelvenenkatheter beim Neugeborenen umfassen Omphalitis (Nabelentzündung), Omphalozele oder Gastroschisis. Bei der Cordocentese sind Plazenta praevia oder eine schlechte Ultraschalldarstellung des Nabelschnuransatzes relative Kontraindikationen.
Nach der Anlage eines Nabelvenenkaktheters wird die Einstichstelle engmaschig auf Zeichen einer Infektion oder Durchblutungsstörung überwacht. Der Katheter sollte so früh wie möglich entfernt werden – in der Regel nach spätestens 14 Tagen – um das Infektionsrisiko zu minimieren. Nach einer Cordocentese wird die Herzfrequenz des Fötus mittels Kardiotokographie (CTG) überwacht.
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