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Die Nährstoffbiosynthesekapazität beschreibt die Fähigkeit des Körpers, bestimmte Nährstoffe selbst herzustellen. Sie ist entscheidend für die Gesundheit und variiert je nach genetischer Anlage und Lebenssituation.
Die Nährstoffbiosynthesekapazität beschreibt die Fähigkeit des Körpers, bestimmte Nährstoffe selbst herzustellen. Sie ist entscheidend für die Gesundheit und variiert je nach genetischer Anlage und Lebenssituation.
Der Begriff Nährstoffbiosynthesekapazität bezeichnet die Fähigkeit des menschlichen Organismus, bestimmte Nährstoffe – wie Vitamine, Aminosäuren, Fettsäuren oder andere bioaktive Verbindungen – durch eigene Stoffwechselprozesse selbst zu synthetisieren. Diese Fähigkeit ist nicht bei allen Nährstoffen gleich ausgepägt: Während der Körper manche Substanzen vollständig selbst herstellen kann, müssen andere – die sogenannten essenziellen Nährstoffe – zwingend über die Nahrung zugeführt werden.
Biosynthese bedeutet die Herstellung biologisch aktiver Moleküle im Körper durch enzymatische Reaktionen. Der menschliche Organismus verfügt über eine Vielzahl von Stoffwechselwegen, um Nährstoffe aus einfacheren Vorläufermoleкülen aufzubauen. Die Kapazität dieser Prozesse wird von mehreren Faktoren beeinflusst:
Vitamin D wird bei Sonnenexposition in der Haut aus einer Cholesterin-Vorstufe gebildet. Die Synthesekapazität hängt von der geografischen Lage, der Jahreszeit, dem Hauttyp und der exponierten Körperoberfläche ab. Bei unzureichender Sonnenexposition ist eine Zufuhr über die Nahrung oder Ergänzungsmittel notwendig.
Ein Teil von Vitamin K2 wird durch Bakterien der Darmflora synthetisiert. Die Menge ist jedoch variabel und deckt den Bedarf meist nicht vollständig.
Der Körper kann Niacin aus der Aminosäure Tryptophan herstellen, allerdings ist die Syntheseeffizienz begrenzt: Etwa 60 mg Tryptophan werden benötigt, um 1 mg Niacin zu erzeugen.
Der Körper kann viele Aminosäuren selbst synthetisieren, darunter Glycin, Alanin, Serin und Glutamin. Essenzielle Aminosäuren wie Lysin, Leucin oder Valin hingegen müssen über die Nahrung aufgenommen werden.
Coenzym Q10 wird im Körper aus Mevalonsäure synthetisiert. Die Eigenproduktion nimmt mit dem Alter ab, was die Bedeutung einer ausreichenden Zufuhr über die Ernährung erhöht.
Aus der VorläuferfettsSäure Alpha-Linolensäure (ALA) kann der Körper theoretisch die langkettigen Omega-3-Fettsдuсren EPA und DHA synthetisieren. Die Konversionsrate ist jedoch sehr gering (<10 %), weshalb eine direkte Zufuhr über Fischprodukte oder Algenöl empfohlen wird.
Wenn die körpereigene Synthesekapazität für einen Nährstoff nicht ausreicht, kann es zu einem Mangelzustand kommen. Dies ist besonders relevant bei:
Die Nährstoffbiosynthesekapazität kann nicht direkt gemessen werden. Sie wird indirekt beurteilt durch:
Um eine optimale Nährstoffversorgung sicherzustellen, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine ausgewogene, vielfaltige Ernährung, die reich an Nährstoffen ist. In Fällen eingeschränkter Biosynthesekapazität – zum Beispiel bei Schwangerschaft, höherem Alter oder Erkrankungen – kann eine gezielte Supplementierung sinnvoll und medizinisch indiziert sein. Dies sollte stets in Absprache mit ärztlichem Fachpersonal erfolgen.
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