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Nährstoffbioverfügbarkeitsmarker sind Messgrößen, die angeben, wie gut der Körper aufgenommene Nährstoffe tatsächlich verwerten kann. Sie helfen bei der Diagnose von Mangelzuständen.
Nährstoffbioverfügbarkeitsmarker sind Messgrößen, die angeben, wie gut der Körper aufgenommene Nährstoffe tatsächlich verwerten kann. Sie helfen bei der Diagnose von Mangelzuständen.
Nährstoffbioverfügbarkeitsmarker sind biologische Messparameter, die Auskunft darüber geben, in welchem Ausmaß ein aufgenommener Nährstoff vom Körper absorbiert, transportiert, gespeichert und letztendlich in den Zellen genutzt werden kann. Die sogenannte Bioverfügbarkeit eines Nährstoffs beschreibt also nicht nur, wie viel davon mit der Nahrung zugeführt wird, sondern wie viel tatsächlich im Körper ankommt und wirksam wird.
Diese Marker spielen eine zentrale Rolle in der modernen Ernährungsmedizin, der klinischen Diagnostik und der ernährungswissenschaftlichen Forschung. Sie ermöglichen eine präzisere Beurteilung des Nährstoffstatus eines Menschen als allein die Erfassung der Nahrungszufuhr.
Zwei Menschen können dieselbe Menge eines Nährstoffs zu sich nehmen und dennoch völlig unterschiedliche Blutspiegel aufweisen. Grund dafür sind individuelle Unterschiede in der Verdauung, der Darmgesundheit, genetischen Faktoren, dem Vorhandensein von Hemmst offen oder Fördersubstanzen sowie dem allgemeinen Gesundheitszustand. Nährstoffbioverfügbarkeitsmarker helfen, diese Unterschiede sichtbar zu machen.
Die am häufigsten verwendeten Marker sind direkte Messungen des Nährstoffgehalts im Blutserum oder Plasma. Beispiele sind der Serumferritinspiegel für Eisen, der 25-Hydroxyvitamin-D-Spiegel für Vitamin D oder der Serum-Folats piegel. Diese Werte spiegeln jedoch nicht immer den tatsächlichen Versorgungsstatus der Zellen wider.
Funktionelle Biomarker messen die physiologische Aktivität, die von einem bestimmten Nährstoff abhängt. Beispielsweise ist die Erythrozyten-Glutathionreduktase-Aktivität ein funktioneller Marker für den Riboflavin-Status (Vitamin B2). Auch die Homocystein-Konzentration im Blut gilt als funktioneller Marker für die Versorgung mit Folat, Vitamin B6 und Vitamin B12, da erhöhte Werte auf eine unzureichende Verwertung dieser Vitamine hinweisen.
In der Forschung werden häufig stabile Isotope eingesetzt, um die Absorption und den Metabolismus von Nährstoffen exakt zu verfolgen. Dabei wird eine bekannte Menge eines isotopenmarkierten Nährstoffs verabreicht und anschließend im Blut oder Urin gemessen, wie viel davon tatsächlich aufgenommen wurde.
Bei manchen Nährstoffen kann die Ausscheidung über den Urin oder Stuhl Rückschlüsse auf die Bioverfügbarkeit geben. Zum Beispiel ist die Jodausscheidung im Urin ein anerkannter Marker für die Jodversorgung einer Bevölkerung.
In bestimmten Fällen werden Gewebeproben (z. B. Knochenmark, Leberbiopsie) untersucht, um den Nährstoffgehalt direkt im Zielgewebe zu bestimmen. Dies ist aufwendig, aber sehr präzise.
Zahlreiche Faktoren können die Bioverfügbarkeit von Nährstoffen beeinflussen und damit auch die Aussagekraft der Marker:
Nährstoffbioverfügbarkeitsmarker werden in verschiedenen klinischen Bereichen eingesetzt:
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