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Naldemedin ist ein Medikament zur Behandlung von opioidinduzierter Obstipation bei Erwachsenen. Es blockiert Opioidrezeptoren im Darm, ohne die schmerzlindernde Wirkung der Opioide aufzuheben.
Naldemedin ist ein Medikament zur Behandlung von opioidinduzierter Obstipation bei Erwachsenen. Es blockiert Opioidrezeptoren im Darm, ohne die schmerzlindernde Wirkung der Opioide aufzuheben.
Naldemedin ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das zur Behandlung der opioidinduzierten Obstipation (OIC, von englisch Opioid-Induced Constipation) eingesetzt wird. Es gehört zur Wirkstoffklasse der peripheren Opioidrezeptorantagonisten (PAMORA) und ist in der Europäischen Union unter dem Handelsnamen Rizmoic zugelassen. Die Zulassung gilt für erwachsene Patienten, die bereits zuvor ein Laxativum erhalten haben.
Naldemedin wird angewendet bei Erwachsenen, die an Obstipation leiden, welche durch die Einnahme von Opioid-Schmerzmitteln (z. B. Morphin, Oxycodon, Fentanyl) verursacht wurde. Opioide binden an Rezeptoren im Darm und verlangsamen dort die Darmbewegung, was häufig zu Verstopfung führt. Naldemedin ist speziell für Patienten geeignet, bei denen herkömmliche Abführmittel nicht ausreichend gewirkt haben.
Naldemedin wirkt als Antagonist an mu-, delta- und kappa-Opioidrezeptoren im Magen-Darm-Trakt. Das Molekül ist so aufgebaut, dass es die Blut-Hirn-Schranke kaum überquert. Dadurch blockiert es die Opioidwirkung im Darm, ohne die zentrale schmerzlindernde Wirkung der Opioide im Gehirn zu beeinträchtigen. Durch die Blockade der Darmrezeptoren wird die gehemmte Darmmotilität wiederhergestellt und die normale Darmpassage gefördert.
Die empfohlene Dosis beträgt 0,2 mg Naldemedin einmal täglich, oral als Tablette einzunehmen. Die Tablette kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn die Opioid-Therapie beendet wird. Die genaue Dosierung sollte stets gemäß der ärztlichen Verordnung erfolgen.
Wie alle Arzneimittel kann auch Naldemedin Nebenwirkungen verursachen. Die häufigsten Nebenwirkungen betreffen den Magen-Darm-Trakt:
In seltenen Fällen kann es zu Opioid-Entzugssymptomen kommen, insbesondere wenn der Patient körperlich von Opioiden abhängig ist. Patienten sollten bei starken Bauchschmerzen oder Symptomen eines Darmverschlusses sofort ärztliche Hilfe aufsuchen.
Naldemedin darf nicht angewendet werden bei:
Wichtige Wechselwirkungen bestehen mit:
Naldemedin ist Teil einer speziellen Medikamentenklasse (PAMORA), zu der auch Methylnaltrexon und Naloxegol gehören. Diese Wirkstoffe wurden entwickelt, um eine der häufigsten und belastendsten Nebenwirkungen der Opioid-Schmerztherapie zu behandeln. Opioidinduzierte Obstipation betrifft schätzungsweise 40–80 % aller Patienten, die langfristig Opioide einnehmen, und kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Klinische Studien haben gezeigt, dass Naldemedin die Anzahl der spontanen Darmentleerungen signifikant erhöht und gut verträglich ist.
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