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Eine Narbenhernie entsteht, wenn Gewebe oder Organe durch eine geschwächte Operationsnarbe in der Bauchdecke austreten. Sie ist eine häufige Komplikation nach Bauchoperationen.
Eine Narbenhernie entsteht, wenn Gewebe oder Organe durch eine geschwächte Operationsnarbe in der Bauchdecke austreten. Sie ist eine häufige Komplikation nach Bauchoperationen.
Eine Narbenhernie (medizinisch auch Inzisionshernie genannt) ist ein Eingeweidebruch, der an der Stelle einer früheren Operationsnarbe entsteht. Nach einem chirurgischen Eingriff im Bauchbereich kann die Bauchwand an der vernarbten Stelle dauerhaft geschwächt sein. Durch diese Schwachstelle können Anteile des Bauchfells, Fettgewebe oder innere Organe – meist Teile des Darms – nach außen treten und eine sichtbare oder tastbare Vorwölbung bilden.
Narbenhernien entstehen, wenn die Heilung der Bauchdecke nach einer Operation nicht vollständig oder ausreichend stabil verläuft. Begünstigende Faktoren sind unter anderem:
Die Beschwerden bei einer Narbenhernie können je nach Größe und Lage sehr unterschiedlich sein. Typische Anzeichen sind:
Die Diagnose einer Narbenhernie erfolgt in der Regel durch eine körperliche Untersuchung durch einen Arzt. Die Vorwölbung ist oft mit bloßem Auge zu sehen oder lässt sich durch Abtasten feststellen. Zur genauen Beurteilung der Größe, Lage und des Inhalts der Hernie kommen bildgebende Verfahren zum Einsatz:
Eine Narbenhernie heilt nicht von selbst und erfordert in den meisten Fällen eine operative Behandlung. Eine konservative Therapie mit einem Bruchband kann vorübergehend Erleichterung verschaffen, löst das Problem jedoch nicht dauerhaft.
Ziel der Operation ist es, den Bruchinhalt zurückzuverlagern und die Bauchdecke dauerhaft zu stabilisieren. Je nach Größe der Hernie und Zustand des Patienten stehen verschiedene Methoden zur Verfügung:
Nach der Operation sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen wichtig. Zur Vorbeugung eines Rückfalls (Rezidivhernie) empfehlen sich: Gewichtsreduktion bei Übergewicht, Rauchstopp, moderates körperliches Training zur Stärkung der Bauchmuskulatur sowie das Vermeiden schwerer körperlicher Belastungen in der Heilungsphase.
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