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Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3) ist eine natürlich vorkommende Verbindung, die in der Medizin, Lebensmittelindustrie und im Haushalt vielseitig eingesetzt wird.
Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3) ist eine natürlich vorkommende Verbindung, die in der Medizin, Lebensmittelindustrie und im Haushalt vielseitig eingesetzt wird.
Natriumhydrogencarbonat (chemische Formel: NaHCO3), auch bekannt als Natriumbicarbonat oder umgangssprachlich als Backsoda, ist ein weißes, kristallines Pulver mit schwach salzigem Geschmack. Es kommt natürlich in Mineralquellen vor und wird industriell hergestellt. Die Verbindung ist ein amphoteres Salz, das sowohl mit Säuren als auch mit Basen reagieren kann, und wird in zahlreichen Bereichen eingesetzt – von der Medizin über die Lebensmittelindustrie bis hin zum Haushalt.
In der Medizin wird Natriumhydrogencarbonat vor allem zur Behandlung von Säure-Basen-Gleichgewichtsstörungen eingesetzt. Es neutralisiert überschüssige Säure im Körper und erhöht den pH-Wert des Blutes.
Natriumhydrogencarbonat wirkt als Puffersystem. Es reagiert mit Protonen (H+) aus Säuren und bildet dabei Wasser (H2O) und Kohlendioxid (CO2), das über die Lunge abgeatmet wird. Diese Reaktion erhöht den pH-Wert der betroffenen Lösung oder des Gewebes. Im Blut wirkt es als Teil des physiologischen Bicarbonat-Puffersystems, das entscheidend für die Aufrechterhaltung eines stabilen pH-Wertes ist.
In der Lebensmitteltechnologie ist Natriumhydrogencarbonat als Lebensmittelzusatzstoff E500(i) zugelassen. Es dient als Triebmittel beim Backen: Wenn es mit Säure (z. B. Buttermilch, Essig oder Zitronensäure) in Kontakt kommt oder erhitzt wird, setzt es Kohlendioxid frei, das den Teig aufgehen lässt. Es ist Bestandteil von handelsüblichem Backpulver und wird auch zur Regulierung des pH-Wertes in Lebensmitteln genutzt.
Im Haushalt wird Natriumhydrogencarbonat als geruchsneutralisierendes und reinigendes Mittel geschätzt. In der Kosmetik findet es Verwendung als milder Wirkstoff in Zahnpasten und Deodorants. Es neutralisiert geruchsbildende Säuren und wirkt schwach abrasiv.
Die Dosierung richtet sich nach dem Anwendungsgebiet und sollte bei medizinischer Verwendung stets ärztlich überwacht werden. Eine übermäßige Einnahme kann zu einer metabolischen Alkalose führen, bei der der pH-Wert des Blutes zu stark ansteigt. Weitere mögliche Nebenwirkungen bei übermäßigem Konsum sind:
Personen mit Herzinsuffizienz, Bluthochdruck oder Nierenerkrankungen sollten Natriumhydrogencarbonat nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen, da der Natriumgehalt relevant sein kann.
Natriumhydrogencarbonat kann die Resorption und Ausscheidung verschiedener Medikamente beeinflussen, da es den pH-Wert des Urins und des Magens verändert. Besondere Vorsicht gilt bei gleichzeitiger Einnahme von:
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