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Die Nephropexie ist ein chirurgischer Eingriff zur Befestigung einer Wanderniere (Nephroptose) an ihrer normalen anatomischen Position im Retroperitoneum.
Die Nephropexie ist ein chirurgischer Eingriff zur Befestigung einer Wanderniere (Nephroptose) an ihrer normalen anatomischen Position im Retroperitoneum.
Die Nephropexie ist ein operativer Eingriff, bei dem eine abgesunkene oder wandernde Niere (sogenannte Nephroptose) chirurgisch an ihrer normalen anatomischen Position im hinteren Bauchraum (Retroperitoneum) fixiert wird. Der Begriff leitet sich aus dem Griechischen ab: nephros bedeutet Niere, pexis bedeutet Befestigung oder Fixierung. Ziel des Eingriffs ist es, die Niere dauerhaft in ihrer korrekten Lage zu halten und damit verbundene Beschwerden zu lindern.
Normalerweise ist die Niere durch Bindegewebe, umgebendes Fettgewebe sowie den Druck der Bauchorgane in ihrer Position gehalten. Bei einer Nephroptose verliert die Niere diese Verankerung und kann sich beim Aufstehen oder bei Bewegung erheblich nach unten verlagern. Zu den begünstigenden Faktoren gehören:
Viele Betroffene mit einer Nephroptose bemerken keine oder nur geringe Beschwerden. In symptomatischen Fallen kann es jedoch zu folgenden Beschwerden kommen:
Die Diagnose einer Nephroptose erfolgt durch verschiedene bildgebende Verfahren, die sowohl im Stehen als auch im Liegen durchgefuhrt werden, um die Verlagerung der Niere sichtbar zu machen:
Die operative Fixierung der Niere -- die Nephropexie -- ist indiziert, wenn konservative Massnahmen (z. B. Gewichtszunahme, Starkung der Rumpfmuskulatur, Bauchbinde) nicht ausreichen und die Beschwerden die Lebensqualitat erheblich beeintrachtigen oder Komplikationen wie eine Harnstauungsniere vorliegen.
Heute wird die Nephropexie in den meisten Fallen minimalinvasiv laparoskopisch (Schlussellochmethode) durchgefuhrt. Dabei wird die Niere mit Nahtmaterial oder einem Netz an der Faszie (Bindegewebshulle) der hinteren Bauchwand oder an der Rippe fixiert. Fruher wurden offene Operationsverfahren eingesetzt, die jedoch aufgrund der langeren Erholungszeit und des hoheren Komplikationsrisikos heute kaum noch angewendet werden.
Als Alternative kann die Nephropexie auch retroperitoneoskopisch durchgefuhrt werden, also von hinten uber den retroperitonealen Raum ohne Eroffnung der Bauchhohle. Dieses Verfahren bietet Vorteile hinsichtlich der Vermeidung intraperitonealer Komplikationen.
Nach einer laparoskopischen Nephropexie konnen die meisten Patienten das Krankenhaus nach 2-4 Tagen verlassen. Die vollstandige Erholung dauert in der Regel 2-4 Wochen. Schwere korperliche Belastungen sollten fur mehrere Wochen vermieden werden. Studien zeigen, dass die laparoskopische Nephropexie bei gut ausgewahlten Patienten mit symptomatischer Nephroptose in uber 80 % der Falle zu einer deutlichen Schmerzreduktion und Verbesserung der Lebensqualitat fuhrt.
Wie jeder operative Eingriff birgt auch die Nephropexie Risiken, die jedoch bei laparoskopischem Vorgehen gering sind:
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