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Nephropexie: Nierenfixierung bei Nephroptose

Die Nephropexie ist ein chirurgischer Eingriff zur Befestigung einer Wanderniere (Nephroptose) an ihrer normalen anatomischen Position im Retroperitoneum.

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Wissenswertes über "Nephropexie"

Die Nephropexie ist ein chirurgischer Eingriff zur Befestigung einer Wanderniere (Nephroptose) an ihrer normalen anatomischen Position im Retroperitoneum.

Was ist eine Nephropexie?

Die Nephropexie ist ein operativer Eingriff, bei dem eine abgesunkene oder wandernde Niere (sogenannte Nephroptose) chirurgisch an ihrer normalen anatomischen Position im hinteren Bauchraum (Retroperitoneum) fixiert wird. Der Begriff leitet sich aus dem Griechischen ab: nephros bedeutet Niere, pexis bedeutet Befestigung oder Fixierung. Ziel des Eingriffs ist es, die Niere dauerhaft in ihrer korrekten Lage zu halten und damit verbundene Beschwerden zu lindern.

Ursachen und Hintergrund: Warum sinkt die Niere ab?

Normalerweise ist die Niere durch Bindegewebe, umgebendes Fettgewebe sowie den Druck der Bauchorgane in ihrer Position gehalten. Bei einer Nephroptose verliert die Niere diese Verankerung und kann sich beim Aufstehen oder bei Bewegung erheblich nach unten verlagern. Zu den begünstigenden Faktoren gehören:

  • Starker Gewichtsverlust mit Abbau des perinealen Fettgewebes
  • Schwaches Bindegewebe oder konstitutionelle Bindegewebsschwache
  • Weibliches Geschlecht und schlanke Korperbautypen (asthenischer Habitus)
  • Traumata oder intensive korperliche Belastung
  • Mehrfache Schwangerschaften

Symptome der Nephroptose

Viele Betroffene mit einer Nephroptose bemerken keine oder nur geringe Beschwerden. In symptomatischen Fallen kann es jedoch zu folgenden Beschwerden kommen:

  • Flankenschmerzen oder Ruckenschmerzen, die im Stehen oder bei Bewegung starker werden und im Liegen nachlassen
  • Kolikantige Schmerzen, ahnlich einer Nierenkolik
  • Ubelkeit und Erbrechen bei starken Schmerzattacken
  • Blut im Urin (Hamaturie)
  • Harnstauung durch Abknickung des Harnleiters (Hydronephrose)
  • Wiederkehrende Harnwegsinfekte durch gestorte Harnableitung

Diagnose

Die Diagnose einer Nephroptose erfolgt durch verschiedene bildgebende Verfahren, die sowohl im Stehen als auch im Liegen durchgefuhrt werden, um die Verlagerung der Niere sichtbar zu machen:

  • Sonographie (Ultraschall): Erste Untersuchungsmethode zur Lagebeurteilung der Nieren im Stehen und Liegen
  • Ausscheidungsurographie (IVP): Rontgenuntersuchung mit Kontrastmittel zur Darstellung der Nierenlage und Harnableitung
  • CT-Urographie oder MRT: Detaillierte Schnittbildgebung zur Beurteilung anatomischer Veranderungen
  • Nierenszintigraphie: Funktionsuntersuchung zur Beurteilung der Nierenfunktion in verschiedenen Korperpositionen

Behandlung: Die Nephropexie

Die operative Fixierung der Niere -- die Nephropexie -- ist indiziert, wenn konservative Massnahmen (z. B. Gewichtszunahme, Starkung der Rumpfmuskulatur, Bauchbinde) nicht ausreichen und die Beschwerden die Lebensqualitat erheblich beeintrachtigen oder Komplikationen wie eine Harnstauungsniere vorliegen.

Operationsverfahren

Heute wird die Nephropexie in den meisten Fallen minimalinvasiv laparoskopisch (Schlussellochmethode) durchgefuhrt. Dabei wird die Niere mit Nahtmaterial oder einem Netz an der Faszie (Bindegewebshulle) der hinteren Bauchwand oder an der Rippe fixiert. Fruher wurden offene Operationsverfahren eingesetzt, die jedoch aufgrund der langeren Erholungszeit und des hoheren Komplikationsrisikos heute kaum noch angewendet werden.

Laparoskopische Nephropexie -- Ablauf

  • Einleitung einer Vollnarkose
  • Einbringen von 3-4 kleinen Schnitten (ca. 5-12 mm) in der Bauchdecke
  • Einfuhren einer Kamera (Laparoskop) und chirurgischer Instrumente
  • Mobilisierung und Ruckverlagerung der Niere in ihre korrekte anatomische Position
  • Fixierung der Niere mittels Nahten oder einem synthetischen Netz an der hinteren Bauchwand
  • Kontrolle der korrekten Lage und Wundverschluss

Retroperitoneoskopische Nephropexie

Als Alternative kann die Nephropexie auch retroperitoneoskopisch durchgefuhrt werden, also von hinten uber den retroperitonealen Raum ohne Eroffnung der Bauchhohle. Dieses Verfahren bietet Vorteile hinsichtlich der Vermeidung intraperitonealer Komplikationen.

Nachsorge und Ergebnisse

Nach einer laparoskopischen Nephropexie konnen die meisten Patienten das Krankenhaus nach 2-4 Tagen verlassen. Die vollstandige Erholung dauert in der Regel 2-4 Wochen. Schwere korperliche Belastungen sollten fur mehrere Wochen vermieden werden. Studien zeigen, dass die laparoskopische Nephropexie bei gut ausgewahlten Patienten mit symptomatischer Nephroptose in uber 80 % der Falle zu einer deutlichen Schmerzreduktion und Verbesserung der Lebensqualitat fuhrt.

Risiken und Komplikationen

Wie jeder operative Eingriff birgt auch die Nephropexie Risiken, die jedoch bei laparoskopischem Vorgehen gering sind:

  • Blutungen oder Nachblutungen
  • Infektionen der Wunde oder des Harnwegs
  • Verletzung benachbarter Strukturen (Harnleiter, Gefasse, Darm)
  • Rezidiv (erneutes Absinken der Niere)
  • Narbenschmerzen oder Netzreaktionen

Quellen

  1. Hubner W. et al. -- Laparoskopische Nephropexie: Technik und Ergebnisse. Urologie, Springer Verlag, 2015.
  2. Chapple C. R., Steers W. D. (Hrsg.) -- Practical Urology: Essential Principles and Practice. Springer, London, 2011.
  3. Deutsche Gesellschaft fur Urologie (DGU) -- Leitlinien und Empfehlungen zur operativen Urologie, 2022. Verfugbar unter: https://www.dgu.de

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