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Das Nephroprotektionsprofil beschreibt die Gesamtheit der nierenschützenden Eigenschaften einer Therapie oder eines Wirkstoffs und ist zentral in der Nephrologie.
Das Nephroprotektionsprofil beschreibt die Gesamtheit der nierenschützenden Eigenschaften einer Therapie oder eines Wirkstoffs und ist zentral in der Nephrologie.
Der Begriff Nephroprotektionsprofil bezeichnet die Gesamtheit der nierenschützenden (nephroprotektiven) Eigenschaften eines Arzneimittels, einer Therapie oder einer klinischen Intervention. Es beschreibt, in welchem Maß und auf welchen Wegen eine Behandlung die Nierenfunktion erhält, eine Verschlechterung verlangsamt oder das Auftreten von Nierenschaden verhindert. Das Konzept spielt besonders in der Nephrologie (Nierenheilkunde), der Diabetologie und der Kardiologie eine zentrale Rolle.
Ein günstiges Nephroprotektionsprofil ist bei Patienten mit erhöhtem Risiko für eine chronische Nierenerkrankung (CKD) besonders wichtig. Dazu gehören unter anderem:
Verschiedene Medikamentenklassen weisen unterschiedliche Wirkmechanismen auf, die zu einem positiven Nephroprotektionsprofil beitragen:
ACE-Hemmer (z. B. Ramipril) und Angiotensin-II-Rezeptorblocker (z. B. Losartan) senken nicht nur den Blutdruck, sondern reduzieren auch den intraglomerulären Druck. Dadurch verringern sie die Überfiltrationsbelastung der Nieren und reduzieren die Proteinurie (Eiweißausscheidung im Urin), die ein wichtiger Marker für Nierenschaden ist.
SGLT2-Inhibitoren (z. B. Empagliflozin, Dapagliflozin) wurden ursprünglich als Diabetesmedikamente entwickelt, zeigen jedoch in großen klinischen Studien (z. B. CREDENCE, DAPA-CKD) ausgepägte nephroprotektive Effekte. Ihr Wirkprofil umfasst:
GLP-1-Rezeptoragonisten (z. B. Semaglutid, Liraglutid) zeigen ebenfalls nephroprotektive Eigenschaften, insbesondere bei Patienten mit Typ-2-Diabetes. Sie reduzieren Entzündungsparameter und verbessern metabolische Risikofaktoren.
Neuere Wirkstoffe wie Finerenon (ein nsMRA) weisen ein eigenständiges Nephroprotektionsprofil auf, das über die Hemmung des Mineralokortikoidrezeptors Entzündungs- und Fibroseprozesse in der Niere hemmt. Klinische Studien (FIDELIO-DKD, FIGARO-DKD) belegen eine Reduktion des Risikos für Nierenversagen und kardiovaskuläre Ereignisse.
Die Bewertung des Nephroprotektionsprofils einer Substanz oder Therapie erfolgt anhand mehrerer klinischer Parameter:
Bei der Auswahl einer geeigneten Therapie für Risikopatienten wird das Nephroprotektionsprofil gegen andere Eigenschaften eines Medikaments abgewogen, darunter das kardiovaskuläre Schutzprofil, das Sicherheitsprofil und die Verträglichkeit. Leitlinien der KDIGO (Kidney Disease: Improving Global Outcomes) empfehlen für Patienten mit diabetischer Nierenerkrankung eine kombinierte Therapie mit ACE-Hemmern oder ARB sowie SGLT2-Inhibitoren.
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