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Der Nervus petrosus major ist ein Hirnnervenast des Nervus facialis, der parasympathische Fasern zur Traenen- und Speicheldruesensteuerung sowie sensorische Fasern des Gaumens leitet.
Der Nervus petrosus major ist ein Hirnnervenast des Nervus facialis, der parasympathische Fasern zur Traenen- und Speicheldruesensteuerung sowie sensorische Fasern des Gaumens leitet.
Der Nervus petrosus major (auch Nervus petrosus superficialis major) ist ein wichtiger Ast des siebten Hirnnervs (Nervus facialis). Er enthaelt vorwiegend praeganglinonaere parasympathische Fasern sowie afferente Geschmacksfasern aus dem weichen Gaumen. Der Nerv verlauft durch den Schaedelknochen (Os petrosum) und spielt eine zentrale Rolle bei der Steuerung von Traenen- und Speichelsekretion.
Der Nervus petrosus major entspringt im Ganglion geniculi des Nervus facialis, dem ersten Knie des Fazialis im Felsenbein (Os petrosum). Von dort zieht er durch den Hiatus canalis nervi petrosi majoris auf die Vorderseite der Felsenbeinpyramide und verlauft in einer Rinne (Sulcus nervi petrosi majoris) nach vorne-medial.
Der Nervus petrosus major fuehrt zwei wesentliche Arten von Nervenfasern:
Die praeganglinonaeren parasympathischen Fasern stammen aus dem Nucleus salivatorius superior im Hirnstamm. Nach Umschaltung im Ganglion pterygopalatinum versorgen die postganglinonaeren Fasern folgende Strukturen:
Der Nerv leitet auch Geschmacksfasern aus dem weichen Gaumen zurueck zum Nucleus tractus solitarii im Hirnstamm. Diese Fasern haben ihre Zellkoerper im Ganglion geniculi.
Laesionen oder Erkrankungen, die den Nervus petrosus major betreffen, koennen vielfaeltige Auswirkungen haben:
Frakturen des Felsenbeins koennen den Nerv schaedigen und zu einer Minderproduktion von Traenen (trockenes Auge, Keratokonjunktivitis sicca) oder veraenderter Nasenschleimhautsekretion fuehren.
Bei einer Fazialisparese proximal des Ganglion geniculi ist auch der Nervus petrosus major betroffen. Dies kann klinisch durch den Schirmer-Test (Messung der Traenenproduktion) nachgewiesen werden und hilft bei der topographischen Einordnung der Laesion.
Nach einer Fazialisparese kann es bei der Regeneration zu einer Fehlverschaltung kommen: Fasern, die urspruenglich Speicheldruesen versorgten, innervieren nach der Regeneration die Traenendrueseninnervation fehlerhaft. Die Folge ist das sogenannte Krokodilstraenen-Syndrom (Bogorad-Syndrom), bei dem Traenenfluss beim Essen ausgeloest wird.
Das Ganglion pterygopalatinum, das vom Nervus petrosus major versorgt wird, ist an der Entstehung autonomer Kopfschmerzsyndrome wie dem Cluster-Kopfschmerz beteiligt. Blockaden oder Stimulationen dieses Ganglions werden therapeutisch eingesetzt.
Zur Beurteilung der Funktion des Nervus petrosus major werden folgende Tests eingesetzt:
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