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Die Netzhaut ist die lichtempfindliche Schicht im Auge, die visuelle Reize aufnimmt und an das Gehirn weiterleitet. Sie ist entscheidend für das Sehvermögen.
Die Netzhaut ist die lichtempfindliche Schicht im Auge, die visuelle Reize aufnimmt und an das Gehirn weiterleitet. Sie ist entscheidend für das Sehvermögen.
Die Netzhaut (lateinisch: Retina) ist eine dünne, lichtempfindliche Gewebeschicht, die die innere Rückwand des Augapfels auskleidet. Sie ist vergleichbar mit dem Film einer Kamera: Sie nimmt Lichtstrahlen auf, wandelt sie in elektrische Signale um und leitet diese über den Sehnerv an das Gehirn weiter, wo die eigentliche visuelle Wahrnehmung stattfindet. Ohne eine intakte Netzhaut ist normales Sehen nicht möglich.
Die Netzhaut besteht aus mehreren Schichten spezialisierter Nervenzellen. Besonders wichtig sind die Photorezeptoren, die in zwei Typen unterteilt werden:
Weitere Schichten der Netzhaut umfassen bipolare Zellen und Ganglienzellen, deren Axone den Sehnerv bilden. An der Stelle, wo der Sehnerv das Auge verlässt, befindet sich der sogenannte blinde Fleck, da hier keine Photorezeptoren vorhanden sind.
Licht, das durch die Hornhaut, die Linse und den Glaskörper in das Auge eintritt, wird auf der Netzhaut fokussiert. Die Photorezeptoren reagieren auf unterschiedliche Wellenlängen des Lichts und wandeln die optischen Reize durch einen biochemischen Prozess (Phototransduktion) in elektrische Nervenimpulse um. Diese Impulse werden über den Nervus opticus zum visuellen Kortex im Gehirn geleitet, wo das Bild verarbeitet und erkannt wird.
Bei einer Netzhautablösung löst sich die Netzhaut von der darunter liegenden Aderhaut (Choroidea) ab. Dies ist ein medizinischer Notfall, der ohne sofortige Behandlung zur Erblindung führen kann. Symptome sind plötzliche Lichtblitze, Rußregen (viele kleine schwarze Punkte) und ein dunkler Vorhang im Gesichtsfeld.
Bei länger bestehendem Diabetes mellitus können die feinen Blutgefäße der Netzhaut geschädigt werden. Dies führt zur diabetischen Retinopathie, einer der häufigsten Ursachen für Erblindung im Erwachsenenalter. Regelmäßige augenärztliche Kontrollen sind für Diabetikerinnen und Diabetiker daher unbedingt erforderlich.
Die altersbedingte Makuladegeneration ist eine der häufigsten Seherkrankungen bei Menschen über 50 Jahren. Sie betrifft die Makula und führt zu einem zunehmenden Verlust des zentralen Sehvermögens. Man unterscheidet eine trockene und eine feuchte Form, wobei die feuchte Form schneller fortschreitet und behandelt werden kann.
Die Retinitis pigmentosa ist eine erbliche Erkrankung, bei der die Photorezeptoren (zuerst die Stäbchen) nach und nach absterben. Betroffene bemerken zunächst eine Verschlechterung des Dämmerungssehens und eine Einengung des Gesichtsfeldes.
Augenärztinnen und Augenärzte setzen verschiedene Untersuchungsmethoden ein, um die Netzhaut zu beurteilen:
Die Behandlung hängt von der Art der Erkrankung ab:
Um die Netzhautgesundheit zu erhalten, empfehlen Expertinnen und Experten folgende Maßnahmen:
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