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Neurosyphilis ist eine schwere Infektion des Nervensystems durch das Bakterium Treponema pallidum. Sie tritt als Komplikation einer unbehandelten Syphilis auf und kann Gehirn und Rückenmark schädigen.
Neurosyphilis ist eine schwere Infektion des Nervensystems durch das Bakterium Treponema pallidum. Sie tritt als Komplikation einer unbehandelten Syphilis auf und kann Gehirn und Rückenmark schädigen.
Neurosyphilis bezeichnet eine Infektion des zentralen Nervensystems (ZNS) durch das Bakterium Treponema pallidum, den Erreger der Syphilis. Sie entsteht, wenn eine Syphilis-Infektion unbehandelt bleibt oder unzureichend therapiert wird und sich der Erreger im Gehirn, in den Hirnhäuten oder im Rückenmark ausbreitet. Neurosyphilis kann in jedem Stadium der Syphilis auftreten, wird jedoch vor allem in der Spät- und Tertiärsyphilis beobachtet.
Die Ursache der Neurosyphilis ist stets eine vorangegangene Infektion mit Treponema pallidum, einem Spirochäten-Bakterium. Die Übertragung erfolgt in aller Regel durch ungeschützten Geschlechtsverkehr oder von der Mutter auf das ungeborene Kind (konnatale Syphilis).
Neurosyphilis wird in verschiedene klinische Formen unterteilt:
Hierbei bestehen keine neurologischen Beschwerden, jedoch zeigen sich pathologische Veränderungen im Liquor cerebrospinalis (Hirnwasser). Diese Form ist häufig und wird oft zufällig entdeckt.
Eine Entzündung der Hirnhäute (Meningitis) mit Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Übelkeit und Lichtempfindlichkeit. Sie tritt meist im Frühstadium auf.
Entzündliche Veränderungen der Blutgefäße des Gehirns können zu einem Schlaganfall führen, oft bei ungewöhnlich jungen Patienten.
Direkte Schädigung des Hirngewebes oder des Rückenmarks. Hierzu gehören:
Beteiligung der Augen mit Sehstörungen bis hin zur Erblindung.
Die Symptome der Neurosyphilis sind vielfältig und können anderen neurologischen oder psychiatrischen Erkrankungen ähneln:
Die Diagnose der Neurosyphilis erfordert eine Kombination aus klinischer Beurteilung, serologischen Tests und einer Liquorpunktion (Lumbalpunktion).
Die Behandlung der Neurosyphilis erfolgt mit hochdosiertem Penicillin G, das intravenös verabreicht wird. Es ist die Therapie der Wahl und kann das Fortschreiten der Erkrankung stoppen.
Bereits eingetretene neurologische Schäden sind häufig irreversibel. Daher ist eine frühzeitige Diagnose und Therapie entscheidend.
Die beste Vorbeugung gegen Neurosyphilis ist die frühzeitige Diagnose und konsequente Behandlung einer Syphilis-Infektion. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, insbesondere bei Risikogruppen (z. B. Personen mit häufig wechselnden Sexualpartnern, HIV-positive Personen), sind essenziell. Die Verwendung von Kondomen reduziert das Infektionsrisiko deutlich.
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