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Die Neurothrombektomie ist ein minimalinvasiver Eingriff zur mechanischen Entfernung von Blutgerinnseln aus Hirngefäßen bei einem Schlaganfall.
Die Neurothrombektomie ist ein minimalinvasiver Eingriff zur mechanischen Entfernung von Blutgerinnseln aus Hirngefäßen bei einem Schlaganfall.
Die Neurothrombektomie (auch: mechanische Thrombektomie) ist ein minimalinvasives neurochirurgisches bzw. neuroradiologisches Verfahren, bei dem ein Blutgerinnsel (Thrombus) aus einem verstopften Hirngefäß mechanisch entfernt wird. Sie wird vorwiegend bei Patienten mit einem ischämischen Schlaganfall eingesetzt, der durch den Verschluss einer großen Hirnarterie verursacht wird. Ziel des Eingriffs ist es, den Blutfluss im Gehirn so schnell wie möglich wiederherzustellen und irreversible Hirnschäden zu verhindern oder zu minimieren.
Ein ischämischer Schlaganfall entsteht, wenn ein Blutgerinnsel eine hirnversorgende Arterie blockiert und dadurch Hirngewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Die Neurothrombektomie ist indiziert bei:
Der Eingriff wird in einem spezialisierten Krankenhaus mit einer Stroke Unit und einer neuroradiologischen Interventionsabteilung durchgeführt. Der typische Ablauf umfasst folgende Schritte:
Vor dem Eingriff erfolgt eine rasche Bildgebung mittels CT (Computertomografie) oder MRT (Magnetresonanztomografie) sowie eine CT-Angiografie, um den genauen Ort des Gefäßverschlusses und das Ausmaß der bereits geschädigten sowie noch rettbaren Hirnbereiche zu bestimmen.
Unter Röntgenkontrolle (Durchleuchtung) wird ein dünner Katheter über die Leistenarterie (Arteria femoralis) oder alternativ über die Arteria radialis eingeführt und durch die Aorta bis in die betroffene Hirnarterie vorgeführt.
Das Gerinnsel wird mithilfe spezieller Instrumente entfernt. Die gebräuchlichsten Methoden sind:
Nach erfolgreicher Rekanalisation wird der Katheter entfernt und die Einstichstelle verschlossen. Der Patient wird anschließend intensivmedizinisch überwacht.
Bei einem Schlaganfall gilt der Grundsatz: Zeit ist Gehirn. Pro Minute, in der ein großes Hirngefäß verschlossen bleibt, sterben Millionen von Nervenzellen ab. Daher ist eine schnellstmögliche Behandlung entscheidend. Das empfohlene Zeitfenster für die Neurothrombektomie liegt in der Regel bei bis zu 6 Stunden nach Symptombeginn, kann aber je nach klinischem Bild und Bildgebungsergebnis auf bis zu 24 Stunden ausgeweitet werden.
Die Neurothrombektomie hat die Behandlung des ischämischen Schlaganfalls revolutioniert. Klinische Studien belegen, dass Patienten nach einer erfolgreichen Thrombektomie deutlich häufiger eine gute funktionelle Erholung erzielen als Patienten, die ausschließlich medikamentös behandelt werden. Zu den wesentlichen Vorteilen zählen:
Wie bei jedem invasiven Eingriff bestehen auch bei der Neurothrombektomie potenzielle Risiken:
Nach der Neurothrombektomie erfolgt eine engmaschige Überwachung auf der Stroke Unit oder Intensivstation. Die anschließende neurologische Rehabilitation ist ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung und umfasst Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie sowie neuropsychologische Betreuung. Ziel ist die bestmögliche Wiederherstellung verlorener Funktionen.
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