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Neurothrombektomie – Schlaganfallbehandlung erklärt

Die Neurothrombektomie ist ein minimalinvasiver Eingriff zur mechanischen Entfernung von Blutgerinnseln aus Hirngefäßen bei einem Schlaganfall.

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Wissenswertes über "Neurothrombektomie"

Die Neurothrombektomie ist ein minimalinvasiver Eingriff zur mechanischen Entfernung von Blutgerinnseln aus Hirngefäßen bei einem Schlaganfall.

Was ist eine Neurothrombektomie?

Die Neurothrombektomie (auch: mechanische Thrombektomie) ist ein minimalinvasives neurochirurgisches bzw. neuroradiologisches Verfahren, bei dem ein Blutgerinnsel (Thrombus) aus einem verstopften Hirngefäß mechanisch entfernt wird. Sie wird vorwiegend bei Patienten mit einem ischämischen Schlaganfall eingesetzt, der durch den Verschluss einer großen Hirnarterie verursacht wird. Ziel des Eingriffs ist es, den Blutfluss im Gehirn so schnell wie möglich wiederherzustellen und irreversible Hirnschäden zu verhindern oder zu minimieren.

Ursachen und Indikation

Ein ischämischer Schlaganfall entsteht, wenn ein Blutgerinnsel eine hirnversorgende Arterie blockiert und dadurch Hirngewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Die Neurothrombektomie ist indiziert bei:

  • Verschluss großer intrakranieller Gefäße (z. B. Arteria cerebri media, Arteria carotis interna, Arteria basilaris)
  • Schlaganfallsymptomen innerhalb eines definierten Zeitfensters (in der Regel bis zu 6 Stunden, in bestimmten Fällen bis zu 24 Stunden nach Symptombeginn)
  • Nachweis von noch rettbarem Hirngewebe im bildgebenden Verfahren (sogenannte Penumbra)
  • Unzureichendem Ansprechen oder Kontraindikation gegenüber einer medikamentösen Thrombolyse

Ablauf des Eingriffs

Der Eingriff wird in einem spezialisierten Krankenhaus mit einer Stroke Unit und einer neuroradiologischen Interventionsabteilung durchgeführt. Der typische Ablauf umfasst folgende Schritte:

Vorbereitung und Bildgebung

Vor dem Eingriff erfolgt eine rasche Bildgebung mittels CT (Computertomografie) oder MRT (Magnetresonanztomografie) sowie eine CT-Angiografie, um den genauen Ort des Gefäßverschlusses und das Ausmaß der bereits geschädigten sowie noch rettbaren Hirnbereiche zu bestimmen.

Zugang und Navigation

Unter Röntgenkontrolle (Durchleuchtung) wird ein dünner Katheter über die Leistenarterie (Arteria femoralis) oder alternativ über die Arteria radialis eingeführt und durch die Aorta bis in die betroffene Hirnarterie vorgeführt.

Entfernung des Gerinnsels

Das Gerinnsel wird mithilfe spezieller Instrumente entfernt. Die gebräuchlichsten Methoden sind:

  • Stent-Retriever: Ein selbstexpandierender Metallstent wird im Gerinnsel entfaltet und dieses beim Rückzug mechanisch herausgezogen.
  • Aspirationsthrombektomie: Das Gerinnsel wird durch einen Katheter abgesaugt.
  • Kombination beider Methoden für besonders hartnäckige Verschlüsse.

Abschluss des Eingriffs

Nach erfolgreicher Rekanalisation wird der Katheter entfernt und die Einstichstelle verschlossen. Der Patient wird anschließend intensivmedizinisch überwacht.

Zeitfenster und Dringlichkeit

Bei einem Schlaganfall gilt der Grundsatz: Zeit ist Gehirn. Pro Minute, in der ein großes Hirngefäß verschlossen bleibt, sterben Millionen von Nervenzellen ab. Daher ist eine schnellstmögliche Behandlung entscheidend. Das empfohlene Zeitfenster für die Neurothrombektomie liegt in der Regel bei bis zu 6 Stunden nach Symptombeginn, kann aber je nach klinischem Bild und Bildgebungsergebnis auf bis zu 24 Stunden ausgeweitet werden.

Ergebnisse und Vorteile

Die Neurothrombektomie hat die Behandlung des ischämischen Schlaganfalls revolutioniert. Klinische Studien belegen, dass Patienten nach einer erfolgreichen Thrombektomie deutlich häufiger eine gute funktionelle Erholung erzielen als Patienten, die ausschließlich medikamentös behandelt werden. Zu den wesentlichen Vorteilen zählen:

  • Hohe Rekanalisationsraten (Wiederöffnung des Gefäßes in bis zu 90 % der Fälle)
  • Signifikante Reduktion von Behinderungen und Pflegebedürftigkeit
  • Anwendbarkeit auch bei Patienten, bei denen eine Lysetherapie nicht möglich ist

Risiken und Komplikationen

Wie bei jedem invasiven Eingriff bestehen auch bei der Neurothrombektomie potenzielle Risiken:

  • Hirnblutung (intrazerebrale Hämorrhagie): Als schwerwiegendste Komplikation kann es zu einer Einblutung in das Hirngewebe kommen.
  • Embolisation: Gerinnselpartikel können in andere Gefäße verschleppt werden.
  • Gefäßverletzungen: Dissektion oder Perforation eines Hirngefäßes.
  • Kontrastmittelallergie oder Nierenschädigung durch das verwendete Kontrastmittel.
  • Allgemeine Narkoserisiken, sofern der Eingriff in Vollnarkose durchgeführt wird.

Nachsorge und Rehabilitation

Nach der Neurothrombektomie erfolgt eine engmaschige Überwachung auf der Stroke Unit oder Intensivstation. Die anschließende neurologische Rehabilitation ist ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung und umfasst Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie sowie neuropsychologische Betreuung. Ziel ist die bestmögliche Wiederherstellung verlorener Funktionen.

Quellen

  1. Berkhemer OA et al. - A Randomized Trial of Intraarterial Treatment for Acute Ischemic Stroke. New England Journal of Medicine, 2015.
  2. Goyal M et al. - Randomized Assessment of Rapid Endovascular Treatment of Ischemic Stroke (ESCAPE). New England Journal of Medicine, 2015.
  3. Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) - Leitlinie Akuttherapie des ischämischen Schlaganfalls, 2022. Verfügbar unter: www.dgn.org

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