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Niacin (Vitamin B3) ist ein wasserlösliches Vitamin, das der Körper für den Energiestoffwechsel und die Zellfunktion benötigt. Es kommt in Lebensmitteln vor und kann auch als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.
Niacin (Vitamin B3) ist ein wasserlösliches Vitamin, das der Körper für den Energiestoffwechsel und die Zellfunktion benötigt. Es kommt in Lebensmitteln vor und kann auch als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.
Niacin, auch bekannt als Vitamin B3, ist ein wasserlösliches Vitamin aus der Gruppe der B-Vitamine. Es kommt in zwei Hauptformen vor: als Nicotinsäure und als Nicotinamid (auch Niacinamid genannt). Beide Formen werden im Körper in die aktiven Coenzyme NAD (Nicotinamidadenindinukleotid) und NADP (Nicotinamidadenindinukleotidphosphat) umgewandelt, die für zahlreiche Stoffwechselprozesse unverzichtbar sind.
Niacin erfüllt im menschlichen Körper eine Vielzahl wichtiger Aufgaben:
Niacin ist in vielen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Besonders gute Quellen sind:
Darüber hinaus kann der Körper Niacin aus der essenziellen Aminosäure Tryptophan selbst herstellen: Aus etwa 60 mg Tryptophan wird 1 mg Niacin synthetisiert.
Die empfohlene Tageszufuhr (gemäß der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, DGE, und der WHO) wird in Niacin-Äquivalenten (NE) angegeben, da sowohl vorgeformtes Niacin als auch aus Tryptophan gebildetes Niacin berücksichtigt wird:
Ein Niacin-Mangel ist in Industrieländern selten, kann jedoch bei einseitiger Ernährung, Alkoholabhängigkeit, Malabsorptionssyndromen oder bestimmten Erkrankungen auftreten. Der schwere Niacin-Mangel führt zur Erkrankung Pellagra, die sich durch die sogenannten drei Ds auszeichnet:
Pellagra ist historisch in Regionen aufgetreten, in denen Mais das Hauptnahrungsmittel war, da Mais-Niacin in einer biologisch nicht verfügbaren Form vorliegt.
Über natürliche Lebensmittel ist eine Überdosierung von Niacin kaum möglich. Bei hochdosierten Nahrungsergänzungsmitteln oder medizinisch eingesetzten Präparaten können jedoch unerwünschte Wirkungen auftreten:
Der tolerierbare obere Aufnahmewert (UL) für Niacin aus Nahrungsergänzungsmitteln wird von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) für Erwachsene mit 900 mg/Tag (Nicotinamid) bzw. 10 mg/Tag (Nicotinsäure) angegeben.
In der Medizin wird hochdosierte Nicotinsäure (1–3 g/Tag) zur Behandlung von Fettstoffwechselstörungen eingesetzt. Sie senkt erhöhte Triglyceridwerte, erhöht das HDL-Cholesterin (sogenanntes gutes Cholesterin) und kann LDL-Cholesterin reduzieren. Wegen der häufigen Flush-Reaktion und möglicher Lebertoxizität bei Langzeitanwendung wird diese Therapie heute seltener verwendet und erfordert ärztliche Überwachung.
Niacin kann mit verschiedenen Medikamenten und Nährstoffen interagieren:
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