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Die Nierendruckmessung erfasst den Blutdruck in den Nierengefäßen und hilft, Erkrankungen wie Nierenarterienstenose frühzeitig zu erkennen.
Die Nierendruckmessung erfasst den Blutdruck in den Nierengefäßen und hilft, Erkrankungen wie Nierenarterienstenose frühzeitig zu erkennen.
Die Nierendruckmessung ist ein diagnostisches Verfahren, bei dem der Blutdruck innerhalb der Nierengefäße oder der Nierenarterien gemessen wird. Sie dient dazu, krankhafte Druckveränderungen im Blutkreislauf der Nieren zu erkennen, die auf Gefäßverengungen oder andere Erkrankungen der Nieren hinweisen können. Das Verfahren ist besonders relevant bei der Abklärung von schwer einstellbarem Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) und bei Verdacht auf eine Nierenarterienstenose (Verengung der Nierenarterie).
Die Nierendruckmessung wird in verschiedenen klinischen Situationen eingesetzt:
Es gibt verschiedene Methoden zur Messung des Drucks in den Nierengefäßen:
Bei der invasiven Methode wird ein dünner Schlauch (Katheter) über die Leistenarterie bis in die Nierenarterie vorgeschoben. Über Drucksensoren am Katheterende kann der Blutdruck direkt in der Nierenarterie und unmittelbar hinter einer etwaigen Verengung gemessen werden. Diese Methode ermöglicht auch die Berechnung des sogenannten fraktionellen Flussreserve (FFR)-Wertes, der angibt, wie stark eine Stenose den Blutfluss tatsächlich beeinträchtigt.
Ergänzend oder vorbereitend zur invasiven Messung können bildgebende Verfahren eingesetzt werden, um den Blutfluss und indirekt den Druck in den Nierengefäßen zu beurteilen:
Die Nierendruckmessung erfasst den systolischen und diastolischen Blutdruck in den zuführenden Arterien der Nieren. Im Vergleich des Drucks vor und nach einer Gefäßverengung lässt sich der sogenannte Druckgradient berechnen. Ein erhöhter Gradient weist auf eine hämodynamisch relevante Stenose hin, also eine Verengung, die den Blutfluss tatsächlich beeinträchtigt und behandlungsbedürftig ist.
Die Nieren spielen eine zentrale Rolle bei der Blutdruckregulation. Bei einer Verengung der Nierenarterien wird das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS) aktiviert, was zu einem anhaltend erhöhten Blutdruck führt. Dieser sogenannte renovaskuläre Bluthochdruck spricht oft nicht ausreichend auf Medikamente an. Mithilfe der Nierendruckmessung kann die Ursache gezielt identifiziert und eine geeignete Therapie eingeleitet werden, etwa eine Ballondilatation (Aufdehnung der Verengung) oder eine Stentimplantation.
Die invasive Nierendruckmessung ist ein minimal-invasiver Eingriff, der in der Regel gut verträglich ist. Mögliche Risiken umfassen:
Vor dem Eingriff werden Blutgerinnungswerte und Nierenfunktionswerte bestimmt. Patienten werden über den Ablauf aufgeklärt und erhalten in der Regel eine leichte Sedierung oder lokale Betäubung.
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