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Die Nierendruckregulation beschreibt die Fähigkeit der Nieren, den Blutdruck im Körper aktiv zu steuern und langfristig stabil zu halten.
Die Nierendruckregulation beschreibt die Fähigkeit der Nieren, den Blutdruck im Körper aktiv zu steuern und langfristig stabil zu halten.
Die Nierendruckregulation bezeichnet die zentrale Rolle der Nieren bei der Steuerung und Aufrechterhaltung des Blutdrucks im menschlichen Körper. Die Nieren sind nicht nur Filterorgane, sondern auch bedeutende hormonelle und hämodynamische Regulatoren. Durch die Kontrolle der Flüssigkeitsmenge im Körper sowie durch die Ausschüttung blutdruckwirksamer Hormone nehmen sie entscheidenden Einfluss auf den arteriellen Blutdruck.
Das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS) ist der wichtigste hormonelle Mechanismus der renalen Blutdruckregulation. Bei sinkendem Blutdruck oder verminderter Nierendurchblutung schütten spezialisierte Zellen in den Nieren (die juxtaglomerulären Zellen) das Enzym Renin aus. Renin wandelt das in der Leber produzierte Angiotensinogen in Angiotensin I um, welches anschließend durch das Angiotensin-konvertierende Enzym (ACE) in Angiotensin II umgewandelt wird. Angiotensin II bewirkt eine Verengung der Blutgefäße (Vasokonstriktion) und stimuliert die Nebenniere zur Freisetzung von Aldosteron, einem Hormon, das die Rückresorption von Natrium und Wasser in den Nierentubuli fördert und damit das Blutvolumen erhöht.
Bei erhöhtem Blutdruck reagieren die Nieren mit einer gesteigerten Ausscheidung von Natrium und Wasser über den Urin. Dieser als Drucknatriurese bezeichnete Mechanismus senkt das Blutvolumen und damit langfristig den Blutdruck. Er gilt als einer der wirksamsten Langzeitregler des arteriellen Blutdrucks.
Die Nieren produzieren außerdem lokale Gewebshormone wie Prostaglandine und Bradykinin, die gefäßerweiternd (vasodilatatorisch) wirken und so einem übermäßigen Blutdruckanstieg entgegenwirken. Ebenso spielt Stickstoffmonoxid (NO) eine wichtige Rolle bei der Relaxation der Blutgefäße innerhalb der Niere.
Störungen der Nierendruckregulation sind eine häufige Ursache von arteriellem Bluthochdruck (Hypertonie). Eine chronische Nierenerkrankung kann die regulatorischen Mechanismen beeinträchtigen und zu schwer behandelbarer Hypertonie führen. Umgekehrt kann anhaltender Bluthochdruck die Nieren schädigen und einen Teufelskreis aus Nierenschädigung und weiter steigendem Blutdruck verursachen.
Zu den klinisch relevanten Störungsbildern gehören:
Zur Beurteilung der Nierendruckregulation werden verschiedene diagnostische Verfahren eingesetzt:
Die Behandlung von Störungen der Nierendruckregulation richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache:
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